Fireplace April 2026

News 13-Punkte-Schutzkonzept vorgelegt: Deutscher Ethikrat spricht sich gegen Social-Media-Verbot aus

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instagram und tiktok (und in gewisser weise facebook) sind eindeutig wie nikotin, alkohol und glücksspiel zu behandeln.

eine altersbeschränkung macht sinn, unstrittig jugendgefährdend und auch schlecht für die mentale gesundheit der kompletten gesellschaft unabhängig vom alter - aber man sollte die jugend nicht direkt an die nadel liefern. man stelle sich mal vor, jeder würde 4 stunden am tag slotmachines spielen.

casino-oldpeople.gif


social media im allgemeinen an sich ist nicht so das problem - problem ist der brainrot (nicht im sinne lustiger memes), dark patterns und das daraus resultierende endlosscrollen speziell bei tiktok und instagram für den nächsten kleinen kick. da werden bewusst von den betreibern stimuli-knöpfe im gehirn gedrückt, das hat nichts mehr mit "gesundem" content-konsum zu tun.

ich habe ein paar leute im freundeskreis, die selbst bei einer eigentlich aktiven beschäftigung nicht von diesem verdammten handy wegkommen. wir produzieren hier zombies und ich bin mir sicher, dass sich das auch langfristig sehr negativ aufs gehirn auswirkt - wie eine sucht eben.

die leute, die hier gegen eine regulierung sind, sollten ggf. mal ihr eigenes verhältnis zu social media und ihre nutzungsmuster überprüfen und sich fragen, ob es diesen quatsch wirklich braucht. am ende des tages sind insta und tiktok nur werkzeuge um werbeeinnahmen zu generieren - die user ansich sind hier nur noch das nutzvieh.
 
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Ich glaube der Ethikrat meint es vermutlich nur gut, nur gibt es ja bereits Schulen in denen Smartphones verboten sind und die Praxis zeigt zumindest laut den Lehrern dass dies eine sehr erfolgreiche Maßnahme ist.

In der Theorie mag das ja stimmen mit den Kompetenzen aber dafür bräuchte man ausreichend Personal und ich glaube an den Schulen sind diese Vorraussetzungen um dies umzusetzen schlicht nicht gegeben.
 
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Syntax_41 schrieb:
Auch sollte man Eltern mehr in die Pflicht nehmen. Was ihre Kinder so machen.
Also die Personen die nicht selten selber Social Media süchtig sind und ihren Kindern das vorleben oder ihre Kinder da bereits ab der Geburt mit reinziehen?

Der Zug ist abgefahren. Der Schaden ist angerichtet. Da helfen keine Verbote mehr. Da helfen auch keine Punktepläne mehr. Da hätte man schon vor über 15 Jahren mit sowas anfangen müssen.

Das wird sich wohl erst auf natürliche Art bereinigen wenn die Generation, die heute durch ihre Eltern schon im Säuglingsalter auf Social Media bloßgestellt werden, alt genug ist es besser als deren Eltern zu machen und deren Kindern dann nen ordentlichen Umgang damit beibringen werden weil gerade diese Generation von klein auf gelernt hat wie sehr das eigentlich schadet.

Diesen Trend werden viele hier vermutlich gar nicht mehr mitbekommen.

Man könnte auch schon in der Schule damit anfangen den richtigen Umgang damit zu lernen aber auch das erleben wir nicht mehr bis das mal zum regulären Lehrplan gehört. Auch damit hätte man schon vor über 15 Jahren langsam anfangen müssen.

Ansonsten kannste nur die Tech-Konzerne einschränken mit Gesetzen zB. ein gesetzliches Verbot von Algorithmen die dir neuen Scheiss in die Timeline spült und ähnliche Suchtmechaniken.
Wird aber auch nicht passieren weil die Konzerne die Politik schmiert und der Politik das grundsätzlich auch völlig egal ist und die sich gerne schmieren lässt weil Geld ist wichtiger.

Social Media ist Krebs.
Das Internet ist auch Krebs.

Gegen Krebs kannste oftmal nix machen außer langsam dran zu verrecken.

Social Media und Internet mag auch seine 1-2 guten Seiten haben aber ich persönlich kann auf die Pfeifen und hätte lieber wieder ne Welt ohne diesem Krebs.

Fortschritt, zumindest für die Gesellschaft bzw. unsere Zivilisation, also auf sozialer Ebene, kann man Internet und Social Media nämlich nicht nennen, das wäre maximal zynisch. Technisch ist es ein Fortschritt, ja aber sozial und gesellschaftlich gesehen hat sich das ganz klar in den letzten knapp 20 Jahren zum Rückschritt entwickelt.

Es hat dazu geführt dass wir uns zum Teil wie Neandertaler verhalten, primitive Höhlenmenschen aber diesmal mehr auf digitaler Ebene was aber auch Auswirkungen außerhalb der digitalen Welt hat. Wer das Fortschritt nennt, schön, macht das. Ich sehe das anders.
 
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prayhe schrieb:
muss nicht technikaffin sein um sich die nächstbeste shady VPN App zu installieren
Das mag in unserer blase zutreffen aber viele Menschen vor allem Jugendliche bzw unter 16 können das eben nicht... Ich kenne viele die können gerade mal den rechner bedienen und am Smartphone nur das nutzen was fertig vorgesetzt ist.... Und wenn wir ehrlich sind machen die ganzen sozialen Medien ihr geld mit angst und ob das gut ist für kleine kinder den ganzen tag mit den horror da draußen zugebomt zu werden also muss da Was unternommen werden und wenn der hersteller keine sicherheit bietet dann eben für Altersklassen verbieten

Manche werden es umgehen so wie beim Alkohol oder Zigaretten aber die meisten eben nicht
 
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Wer gegen ein verbot bis 16 Jahren ist, hat nicht im Ansatz verstanden wie schädlich Social Media ist. Ich empfehle die Netflix Doku, falls es dann immernoch nicht zündet:
Social Media ist fast mit kokain gleich zu setzen in dem Alter, wer länger als 30 Minuten SM ausgesetzt ist hat quasi schon eine Sucht. Mal abgesehen von den Inhalten die meine ich hier überhaupt nicht. Aber wem erzähle ich das, der Generation von so vielen Eltern die deren Kindern ab 2 Jahren ein Tablet gibt um „Ruhe“ zu haben.

Ich denke spätestens in 10 Jahren wird man SM besser einordnern können wenn die ersten Langzeitstudien bekannt sein werden. In 20 Jahren wird man sich wundern wie mit der Zigarette wie dumm man sein konnte soetwas freiwillig zu konsumieren.

Und zu hoffen das in der Schule SM Umgang beigebracht wird ist natürlich fatal wenn das Kind bereits in der sucht steckt.
 
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Das war sowieso zum Scheitern verurteilt. Sehe ständig Eltern die ihren kleinen Kindern bereits Smartphones in die Hand drücken damit die beschäftigt sind.

Eine ordentliche Schulung ist der einzig vernünftige Weg. Das gilt auch für die Eltern.
 
duskstalker schrieb:
die leute, die hier gegen eine regulierung sind
Ich bin für Eigenverantwortung. Kinder machen gerne das nach, was Eltern ihnen vormachen. Wenn die Eltern den ganzen Tag am Handy hängen, machen es ihnen die Kinder nach. Ist ganz normal. Und dann ein Verbot fordern? Einfach weil man unfähig ist, seine Kinder zu erziehen?
 
Azeron schrieb:
Also die Personen die nicht selten selber Social Media süchtig sind und ihren Kindern das vorleben oder ihre Kinder da bereits ab der Geburt mit reinziehen?


Dann werden die auch die Accounts für die Kinder freischalten...
So wird nur eines gemacht. Jeder muss sein Alter verifizieren.
Danach kommt die Forderung dann aus irgendeinem Grund, dass man sich mit echtem Namen registrieren muss.

"Der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments und verschiedene Jugendschutz-Experten stuften VPNs in Berichten als Gefahr für den Jugendschutz ein."

Noch wird kein Verbot gefordert, aber strenge Auflagen.

Stück für Stück verschwindet unsere Freiheit...

Aber hey, für unsere Kinder opfern wir die ja gerne …:rolleyes:
 
Eltern sollen das übernehmen? Ich kenne genug, die davon keine Ahnung haben und Kinder/Jugendliche einfach machen lassen.
Erstmal müssen diese Eltern sich weiterbilden
 
FInde es gut.., und ja, ich weiß wie schädlich Social Media sein kann. Allerdings ist es nur ein Medienkanal unter vielen. Wenn wir da anfangen, müsste wie generell alle Meiden zensieren und unzugänglich machen. Was ist mit Radio oder TV? Wo ist die Grenze und wo fängt es an? Solange sich Medien an Gesetze des bestehenden Landes halten, sollten sie Allen zugänglich sein.
 
Pipmatz schrieb:
Und Erziehung ist nun mal bei manchen Themen ganz sicher keine Demokratie.
Hausaufgaben, Zimmer aufräumen, Bett Zeit.
Und auch TV gucken und Zeit am Tablett. 🥳
Erziehung ist aber nicht Sache des Staates oder der Regierung. Demzufolge hat eine Regierung ihren Bürgern auch nicht vorzuschreiben, wie Eltern ihre Kinder erziehen oder ihnen Medienkompetenz beibringen.
Dieses Verbot ist in jedem Fall noch dümmer als der 13-Punkte-Plan. Dass Verbote nichts bewirken, sieht man auch an der bei uns diskutierten Zuckersteuer. Großbritannien hat sie bereits, schlanker sind die Briten trotzdem nicht ein Gramm geworden.
Am Ende ist auch nicht der Zucker schuld, sondern die Art des Zuckers und wie dieser im Körper metabolisiert wird.
Fruktose (Fruchtzucker) ist beispielsweise deutlich schlechter als Saccharose (Haushaltszucker). Im Kern geht es aber um Saccharose, weil das der Zucker ist, der in europäischen Produkten maßgeblich verarbeitet wird. Niemand käme auf die Idee, eine Zusatzsteuer auf Obst und Fruchtsäfte zu erheben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm, wir haben in Deutschland viele Verbote, die den Ethikrat nicht stören. Waffen, Rauchen, Alkohohl für Kinder, Geschwindigkeitsverbote. Wir haben Freigaben für Filme, Computerspiele sind keine Kunst, daher müssen Spiele wie Call of Duty historisch zensiert werden, denn der Anbkick von Symbolen macht einen zu dummen Menschen. Aber ein Versuch gehen Handysucht bei Kindern anzugehen, mit Folgen wie Rücken- und Nackenschäden sowie erhöhter Kurzsichtigkeit, dazu schwer meßbare Sozialschäden, das geht gar nicht.
 
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Jede/r, die/der hier ein Verbot verteufelt und zur Befähigung der oftmals aus juristischer Sicht Kinder(!) zu verantwortungsvollem Umgang aufruft, hat den Schuss ja wohl nicht gehört...

Klar, die Eltern stehen in der Verantwortung. Dass dies auch ohne Gesetz der Fall ist, wird leicht vergessen. Wo jetzt schon keinerlei Interesse/Fähigkeit besteht, das "digitale Leben" des eigenen Nachwuchses zu kontrollieren, wird m.E. kaum eine Verbesserung eintreten, wenn hier bspw. der Ethikrat zu mehr Verantwortungsbewusstsein aufruft. Klartext: So bekommt man das Problem nicht in den Griff.

Nächste Überlegung: Das sollen die Schulen machen. Die Lehrer sollen die Kinder zu mehr aufgeklärtem, verantwortungsvollen Umgang erziehen. Man weiß ja, dass die Mehrheit der Schülerschaft stets den Empfehlungen der Lehrkraft folgt, das funktioniert auch bisher schon super in Bereichen wie Rauchen/Vapen, Alkohol oder auch social Media (was ja inklusive Gefahren schon in den Schulen Thema ist) sowie auf etlichen anderen Gebieten.

Lasst das mal die Lehrer machen, die arbeiten (oftmals verbeamtet) sowieso zu wenig und die können doch nebenbei noch ein paar Erziehungsaufgaben übernehmen. Ok, sie haben keine Kontrollmöglichkeiten, zudem sind die Kinder den Großteil der Zeit gar nicht in der Schule. Aber egal, der Ethikrat gibt damit den Eltern einen weiteren Grund, untätig zu bleiben: Die Schule macht das nebenbei. Sehr erfolgversprechend.

Wenn man schon dabei ist, könnte man doch auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Zigaretten, Alkohol, Drogen, Pornos, Schwarzfahren etc. anstreben - selbstverständlich über die Schule, die Eltern sind auch hier raus.

Die Social-Media-Lobby muss sehr stark sein mittlerweile, wenn ein "Ethikrat" auch nur im Ansatz in diese Richtung tendiert.

Abschließend zu den australischen Jugendlichen, die jetzt nicht mehr so cool sind, weil sie TikTok&Co. nicht verwenden: Wer mit dem Argument kommt, ist m.E. schon selbst schwer social-Media-geschädigt. Das Niveau hier ist m.E. anzusiedeln bei: "Fang doch an mit XYZ, dann bist du cool." Wenn das die Leitlinie ist, dann gute Nacht.
 
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floTTes schrieb:
Von der Stammzellenforschung kam bisher auch fast nur heiße Luft. Bis auf Leukämie kann man bisher nicht viel heilen. Die Stammzellenforschung auf Blastula-Basis war auch echt schnell wieder obsolet. Von daher, alles richtig gemacht - wenn auch eher durch Zufall
Definitiv nein. Man kann schon Leukämie damit behandeln, anderes wird noch folgen. Aber die Erforschung davon ist deutlich schwerer als der nächste Verkleinerungsschritt in der Halbleiterindustrie.
 
Die sozialen Medien sollten aber in die Pflicht genommen werden unpolitisch zu sein und hassgenerierende Inhalte zu unterbinden. Was da inzwischen abgeht ist schon absurd und der Bodensatz der Gesellschaft wird da immer schlimmer gepusht und dadurch leider auch immer größer. Abseits davon ist da so viel Manipulation aus dem Ausland inzwischen enthalten, dass es wirklich wie Gehirnwäsche wirkt, was da abgeht.
 
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Pipmatz schrieb:
Gutes Beispiel, funktioniert auch nicht so rigoros wie du denkst. Wir haben kein Alkoholverbot, wir haben ein Verkaufs/Abgabeverbot, abgestufte Konsummöglichkeiten je Alter und % Gehalt, offiziell. Dazu die gesellschaftliche Haltung ("Bier ist Lebensmittel"). Die Realität dazu sieht in etwa so aus, was der Ethikrat für Social Media formuliert hat.

Wenn ein Verbot, dann rigoros, für alle. Also Alkohol :) Und für Social Media, da muss man überlegen, ob es China besser macht, weil jeder Eingriffswunsch in diese Richtung geht. Unsere schöne heile deutsch- oder europäisch gedachte Selbstverpflichtung lässt sich nicht auf US gelebte Gewinnmaximierung ummünzen, die es ja durchaus schaffen, alles und jeden einzufangen mit dem was sie machen.
 
Pipmatz schrieb:
Kommt keiner auf die Idee mal Herrn Zuckerberg zu fragen, wie viel Stunden insta pro Tag seine Kinder konsumieren dürfen?
Mein Tipp ist null. Die Option haben alle anderen Eltern allerdings auch.
 
riloka schrieb:
Schön dass die Gefahren im Design benannt wurden, aber mir fehlen da mehr Details wie man dagegen vorgehen möchte und wie effektiv man das jeweils einordnet dann.
Steht da doch, Medienkompetenz fördern.

Man könnte zB ENDLICH mal damit anfangen Lehrpersonal von anfang an an die Materie ran bringen und ein Unterrichtsfach einführen und zwar von der 1. Klasse an.
Natürlich dauert es Jahrzehnte bis solche Maßnahmen dann im alltag Auswirkungen zeigen, sowas wie Bildung trägt IMMER langfristige Früchte.

Es gibt da keine Lösung die heute beschlossen und morgen wirksam ist.
Nur wenn man nie damit anfängt wird auch nie was draus.
 
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Da fragt man sich echt in welcher Welt die Leute teilweise glauben zu stecken. Ein 13 Punkte Plan wie alles besser werden soll.
Ok lasst uns einfach noch ein paar Jahre an diesem Plan und der Umsetzung arbeiten anstatt jetzt konkret zu helfen und ins tun zu kommen.
Lassen wir die Kinder einfach weiterhin jeden Tag ihren Schnaps trinken und arbeiten wir weiter am 13 Punkte Plan.
 
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