Fireplace April 2026

News 13-Punkte-Schutzkonzept vorgelegt: Deutscher Ethikrat spricht sich gegen Social-Media-Verbot aus

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Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.
Die Lösung ist ganz einfach: Verbot von Werbung und Influenzermarketing in sozialen Medien. Dann löst sich das Problem ganz von alleine....
 
BAR86 schrieb:
"Pauschale Verbote keine Lösung"
Naja bei Rauschgift gehts theoretisch auch...

Korrekt, die Praxis der algorithmusbasierten persönlichen Auslieferung von (Werbe-) Inhalten gehört komplett verboten. Alle Produkte, die auf der Aulieferung von Reel-Basierten Inhalten durch Influenecer basieren sind suchtbasiere Werbeplattformen - mit Sozialen Netzwerken hat das nichts mehr zu tun.
 
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byronic schrieb:
Radio und TV unterliegen strengen Regularieren, vorallem auch wegen dem Jugendschutz. Das gibts in Social Media nicht. Wenn da ein 12 jähriger um 9 Vormittags in der Schule sitzt und sich auf tiktok, Twitter, Reddit oder sonstwo Porn oder Gore reinziehen will, kann er das machen. Im Radio und TV wirste das nicht haben.

Social Media ist eben null reguliert, um genau das gehts doch. Die Tech-Konzerne machen was sie wollen um die Leute in die Sucht zu treiben. Absolut NULL vergleichbar mit herkömlichen Medien.
 
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Ich bin mittlerweile auch der Meinung, dass es eine Altersgrenze bei Social Media geben muss und diese sollte tatsächlich Richtung 16 statt 14 oder gar 12 gehen. Die Inhalte die dort publiziert werden, können wir in unserem politischen System nicht ausreichend regulieren, weswegen man ganz klar zu dem Schluss kommen kann, dass die Plattformen jugendgefährdend sind und ein Verbot angebracht ist. Ich empfehle jedem mal einem frischen Account zu kreieren und das Alter dort mit 14 anzugeben. Ohne einen einzigen Like abgegeben zu haben, werden sowohl extremistische Seiten als auch sehr stark sexualisierte Content Creator als Empfehlung vorgeschlagen. Alleine das sollte doch schon ausreichend sein, um eine Altersgrenzen durchsetzen zu können.
Im Sozialkunde Unterricht müssen die Schüler zwingend lernen, auf was die Konzerne hinter den Plattformen abzielen und die diversen Influencer die sich dort versammeln. Die Nutzer abhängig machen und manipulieren.
 
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BAR86 schrieb:
Naja bei Rauschgift gehts theoretisch auch...
:lol: der war gut - verbote sorgen IMMER für mehr interesse als ohne, und damit für umgehungen.

manchmal sieht man bei verboten ein ziemlich absurdes muster: jahrzehntelang wird mit maximalem aufwand dagegen angekämpft, milliarden werden ausgegeben, strafen verschärft und trotzdem existiert das problem am ende munter weiter. stattdessen entstehen oft noch neue probleme obendrauf – schwarze märkte, kriminalität und überfüllte gefängnisse. irgendwann wirkt es, als würde man immer härter aufs gleiche kaputte werkzeug einschlagen und sich über das fehlende ergebnis wundern. nur weil etwas verboten ist, verschwindet es nicht automatisch... manche dinge lassen sich eben nicht per gesetz aus der realität löschen.
 
Die Eltern und die Schulen sollen mehr in die Verantwortung gebracht werden? Aha.

Gut, die Eltern haben keine Zeit weil beide berufstätig sein müssen, um über die Runden kommen zu können oder sich den erarbeiteten Lebensstandard erhalten zu können und

Die Lehrer haben keine bis wenig Ahnung von Social Media und dürfen heutzutage auch nicht mehr „hart“ im Unterricht durchgreifen sonst haben sie direkt die Helikopter-Eltern am Hals. Zwar keine Zeit für die Kids, aber den Lehrern unterstellen sie würden ihr Kind schlecht behandeln.

Aber wie schon einige gesagt haben, teilweise sind die Eltern ja selbst SM Zombies.

Die Gesellschaft ist echt am Ende. Wir gehen in dem digitalen Schrott unter.

Und soziale Kontakte zu pflegen heißt physisch anwesend zu sein, nicht nur in der Social Media Matrix.
 
Ich glaube die haben nicht verstanden was für destruktive Folgen solch eine Dopamin Sucht hat. Zum Glück interessiert sich mein Sohn nicht für SozialMedia.
 
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Ich habe die verlinkte (!) Vorabfassung gelesen und wenig inhaltliche Kritik an dieser ad hoc Stellungnahme. Klar, im Detail gibt es immer Raum für Diskussion einzelner Gedanken.
Ich frage mich ehrlich ob die meinungsstarken User hier im Thread überhaupt gelesen haben was genau dort formuliert wurde.
 
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Und wie wollen Sie die Altersbeschränkungen durchsetzen?
Damit, dass sich jeder mit einem vom Staat ausgegebenen Ausweisdokument verifizieren muss?
Wo haben wir das in letzter Zeit nur schon einmal gehört/gelesen? . .
 
scryed schrieb:
Das mag in unserer blase zutreffen aber viele Menschen vor allem Jugendliche bzw unter 16 können das eben nicht...
Ich weiß, dass sich die "jüngere Generation" was die Technik Affinität eher wieder Rückwärts entwickelt, aber ich versichere dir, dass sich ne App installieren und auf Verbinden drücken noch drin ist. Das ist praktisch kein Hindernis.
 
lazsniper schrieb:
:lol: der war gut - verbote sorgen IMMER für mehr interesse als ohne, und damit für umgehungen.

manchmal sieht man bei verboten ein ziemlich absurdes muster: jahrzehntelang wird mit maximalem aufwand dagegen angekämpft, milliarden werden ausgegeben, strafen verschärft und trotzdem existiert das problem am ende munter weiter. stattdessen entstehen oft noch neue probleme obendrauf – schwarze märkte, kriminalität und überfüllte gefängnisse. irgendwann wirkt es, als würde man immer härter aufs gleiche kaputte werkzeug einschlagen und sich über das fehlende ergebnis wundern. nur weil etwas verboten ist, verschwindet es nicht automatisch... manche dinge lassen sich eben nicht per gesetz aus der realität löschen.
Es ging mir mehr um den erschwerten Zugriff.

An Koks und Waffen komm' ich auch ran, aber über Umwege die es mir nichtmal wert sind es auszuprobieren.

Wenn der Zugriff uneingeschränkt ist, macht es das Problem eben größer. Siehe Waffen in den USA.

Allerdings sind die Gefahren durch Social Media viel weitreichender, weil man mit der Manipulation ganzer Gesellschaftsgruppen ja offensichtlich Stimmungen/Wahrnehmungen und damit Wahlen in der Bevölkerung beeinflussen kann.
 
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Ach Leute...
Ganz ehrlich: why not both?
Selbstverständlich hilft ein Verbot.
Löst es alle Probleme? -> Nein!
Ist es eine Grundlage für weitere Maßnahmen? -> Ja!

Der Vergleich zum Alkohol ist doch sehr gut. Alkohol schadet Kindern, also sollen sie ihn nicht trinken. Soweit der Fakt.
Abgabe an Kinder ist demnach verboten. Natürlich kann das umgangen werden. Aber es erschwert Kindern den Zugang. Eltern achten zusätzlich auf ihre Kinder, haben im gesetzlichen Verbot ein zusätzliches Argument. Prävention und Suchtprogramme gibt es zusätzlich.
Es ist doch die Gesamtheit der Maßnahmen, die versucht alle Fälle abzudecken. 100% erreicht man dabei selbstverständlich nie.
Die Vom Ethikrat vorgeschlagenen Maßnahmen sind ja per se nicht schlecht, aber dass sie diese nicht zusätzlich zu einem Verbot fordern, schon zweifelhaft. Die Gefahren sind gegenüber den Vorteilen einfach massiv höher und damit die Risiken für Kinder sehr hoch. Ich bekomme das Gefühl, dieser Ethikrat hat kein Gespühr für Risiken.

@mischaef Deiner journalistischen Neutralität hätte es meiner Meinung nach übrigens gut getan, nicht nur einen ganzen Absatz auf diese australische Studie zu verwenden (die wegen des Zeitpunktes ihrer Durchführung keine verwunderlichen Ergebnisse zeigt und somit kaum als Gegenargument zu einem Verbot verwendbar ist), sondern auch noch mal auf ein paar Studien zu verweisen, die die Gefahr von Social Media für Kinder aufzeigen. Aktuell ist der ganze Artikel klar contra Verbot und mit den Anreicherungen abseits der reinen Berichterstattung über den Ethikrat nicht mehr neutral.
 
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Tulol schrieb:
Naja, Alkohol und THC(Canabisprodukte) sind ja auch erlaubt, von pauschalem Drogenverbot kann hier also auch keine Rede sein.
Nein, sind sie bei Kindern nicht. Ea geht auch nicht um pauschales SM Verbot, sondern für Kinder. Also analog zu Alkohol und THC.
 
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R4nd0 schrieb:
Ich glaube die haben nicht verstanden was für destruktive Folgen solch eine Dopamin Sucht hat. Zum Glück interessiert sich mein Sohn nicht für SozialMedia.
Soziale Abstumpfung, Suchtaufbau, Nackschäden, Kurzsichtigkeit.
 
Es ist gut, dass sich mit dem Thema beschäftigt wird. Ich hatte das Glück erst als (fast) Erwachsener mit social Media in Kontakt zu kommen. Und damals war das ja noch harmlos verglichen mit heute. Dieser Selbstoptimierungswahn. Denke das ist für Kinder und Jugendliche problematisch.
Verbote bringen meiner Meinung nach nichts. Da bin ich beim Ethikrat. Kommunikation mit den Kindern wäre sinnvoller. Am besten Schule, Eltern zusammen.
Ich bin absoluter Gegner von Klarnamen oder Altersverifikation die meine Daten den Konzernen zuspielt.
 
Auch wenn ich von einem Verbot nichts halte, weil es schlicht nicht durchsetzungsfähig wäre, sind diese Vorschläge des Ethikrates so umsetzbar wie der Weltfrieden und somit genauso daneben.
 
Muntermacher schrieb:
Nein, sind sie bei Kindern nicht. Ea geht auch nicht um pauschales SM Verbot, sondern für Kinder. Also analog zu Alkohol und THC.
Stimmt, guter Punkt.
 
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Das ist der Satz um welchen es wirklich geht: "Grundsätzlich lehnt der Ethikrat Alterskontrollen nicht ab. Für sensible Bereiche fordert das Gremium jedoch sowohl die Mitwirkung der Eltern als auch den Einsatz der europäischen digitalen Identitätswallet (EUDI-Wallet).", der Rest dient der Gehirnwäsche.
 
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Wenn es darum geht, Kinder von unpassenden Inhalten fernzuhalten sollte man aber nicht bei Sozial-Media aufhören. Dann sollte man die Kids gleich vom ganzen Internet fern halten - Oder gleich zu Hause einsperren, denn auch im echten Leben werden sie mit "ungeeigneten Inhalten" konfrontiert.
Da dealt der Drogenhändler vor dem Schulhof, der Klassenkammerad hat einen Flachmann beim Discounter geklaut und eine antidemokratische Palestinenser-Demo blockiert die Straße...
Alles Dinge, die nicht in den Lebensraum eines Kindes gehören.
 
Bl4cke4gle schrieb:
Der Vergleich zum Alkohol ist doch sehr gut. Alkohol schadet Kindern, also sollen sie ihn nicht trinken. Soweit der Fakt.
Abgabe an Kinder ist demnach verboten. Natürlich kann das umgangen werden. Aber es erschwert Kindern den Zugang.
Problem ist, dass der Zugang in dem Falle eben nicht nennenswert erschwert wird. Sich eine VPN App zu installieren geht innerhalb von ner Minute, das ist nicht vergleichbar mit dem Aufwand jemanden zu finden, der dir Alkohol besorgt (und das Geld für besagten Alkohol zu haben in dem Alter). Ich sehe daher die Gefahr, dass Aufklärung hinten runter fallen würde bei einem Verbot, während gleichzeitig die Nutzung der Plattformen bei Jugendlichen bei weitem nicht so sehr fällt wie man es sich erhofft. Auch würde so eine Altersverifizierung ja ebenfalls Erwachsene betreffen, die in vielen Fällen keine Lust haben Meta und co. solche sensiblen Daten anzuvertrauen.
 
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