Fireplace April 2026

News 13-Punkte-Schutzkonzept vorgelegt: Deutscher Ethikrat spricht sich gegen Social-Media-Verbot aus

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Social Media ist definitiv problematisch. Als Erwachsener merke ich selber, dass ich teilweise viel zu lange bei Insta scrolle. Eigentlich nur auf der Suche nach lustigen Reels, lande ich immer wieder bei irgendwelchen Influencern aus allen möglichen Bereichen. Ich merke das noch und mach dann aus, wenn der Content mich in die falsche Richtung bringt, aber viele können das nicht und doomscrollen bis in die Unendlichkeit.

Eltern haben die Verantwortung für ihre Kids. Wenn die ihrem Kind n Smartphone mit 12 in die Hand drücken ohne Relementierung, dann sollte das nicht von anderen ausgebadet werden.

Aufklärungsarbeit an den Schulen ist natürlich trotzdem richtig und wichtig.
 
Rat hier, prüfen da…blabla. Es ist bekannt, dass Social Media für Kinder Gift ist und es wird nicht reguliert werden, anstelle dann mal zu handeln, schlägt man lieber unrealistische ideal Konzepte vor.
 
pmkrefeld schrieb:
Das Problem ist nicht die Nutzung von sozialen Medien selbst, sondern dass die Platformen heutzutage auf Gehirnwäsche und Dopamin-Abhängigkeit ausgelegt sind. Bis sichcdas ändert wäre ein Verbot durchaus angebracht.
Und genau über diesen Aufbau der "antisozialen Medien" sollte man aufklären anstatt zu verbieten. Da kann man den Jugendlichen ruhig mal mehr zutrauen.
BAR86 schrieb:
An Koks und Waffen komm' ich auch ran, aber über Umwege die es mir nichtmal wert sind es auszuprobieren.

Wenn der Zugriff uneingeschränkt ist, macht es das Problem eben größer. Siehe Waffen in den USA.
Tschechien hat ein ähnliches WaffG wie Texas mit verdecktem Tragen, in der Schweiz ist Volksbewaffnung sowieso normal, in Österreich reicht Selbstverteidigung als Bedürfnisgrund für eine Besitzkarte. Keines dieser Länder fällt mit ständigen Amokläufen auf, dort geht die Gesellschaft aber auch anders mit dem Thema um.
Gegenbeispiel ist England, bei dem das Totalverbot kaum Wirkung gezeigt hat. Deutschland hat nebenbei Millionen illegaler Waffen, schon weil Kleinkalibergewehre (klingt harmlos, ist es aber nicht) bis Ende 1972 ab 18 völlig frei verkäuflich waren und nicht registriert wurden.
An Verbote als einfache Lösung muss man schon kräftig glauben, meist geht es da nur um Aktionismus. 72 war der Aufhänger der linksradikale Terror.

p.s. Meldung heute: Während der laufenden Debatte um eine Altersbegrenzung der sozialen Medien hat sich die Bildungsministerkonferenz auf eine Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern verständigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@RMS_der_Zweite
Prinzipiell stimme ich dem Prinzip Aufklärung zu, aber hier ist die Situation etwas anders und vereits völlig ais dem Ruder gelaufen. Mehrere Techkonzerne entwicklen hier Produkte die süchtig machen müssen, das ist in deren wirtschaftlichem Interesse. Erschwerend kommt hinzu, dass es für die meisten Menschen kaum möglich ist soziale Medien zu meiden.
Wir haben hier also einen Heroin-Dealer, einen Alltag in dem man Heroin nehmen muss und dann sollen wir darüber aufklaren, dass Heroin schlimm ist? Das bringt sicherlich was.
 
RMS_der_Zweite schrieb:
Tschechien hat ein ähnliches WaffG wie Texas mit verdecktem Tragen, in der Schweiz ist Volksbewaffnung sowieso normal, in Österreich reicht Selbstverteidigung als Bedürfnisgrund für eine Besitzkarte. Keines dieser Länder fällt mit ständigen Amokläufen auf, dort geht die Gesellschaft aber auch anders mit dem Thema um.
Nun natürlich ist eine Änderung (das Waffengesetz) nicht alleine die Lösung, ein System ist halt komplex. In den USA sind es viele Faktoren, einer davon das Waffengesetz, dann die Bildung, soziale Dinge etc.).

Und auch hier braucht es einen systemischen Ansatz.

Alleine in der Bildung der Kinder 100x drauf hinzuweisen, dass Smartphones und Social Media schädlich sind hilft nicht. Die Eltern sind eigentlich auch informiert, mir kann heute keiner mehr sagen, dass er/sie das nicht weiß. Und DENNOCH wird heute in immer früheren Jahren den Kindern das Handy in die Hand gedrückt zum süchtig machenden reinschielen. Die Auswirkungen sind katastrophal, nicht nur gesundheitlich, sondern eben auch sozial und systemisch - müssen wir hier ja nicht breittreten.

Was mich dann aber ärgert ist, dass man so lange darauf zuschaut

RICHTIG gesteuert würde das ganze sogar Sinn machen - auch wenn es manipulativ wäre. Eine Gesellschaft mit besseren Werten - kein Problem. Bei uns führt das aber offenbar zum GEgenteil, keine Ahnung wer die Algorithmen kontrolliert. TikTok&Co Trends werden zu immer mehr Blödsinn verwendet (verschmierte oder zerstörte Klos an den Schulen sind noch das Mindeste, die absichtliche gemeinsame Bildungsverweigerung/Gehorsamkeitsverweigerung eine andere). Social Media hat den Trend beflügelt, dass wir emanzipiert sein sollen gut so! Vielleicht wärs auch noch wichtig: Bildung zu propagieren statt zu torpedieren. Und statt Ausländerhass zu säen etwas anderes.
Auch interessant ist, dass die am meisten feministischsten Gesellschaften heute kaum noch Kinder haben. Auch ein systemisches Problem, das ich teilweise aufs Smartphone/Social Media zurückführe. Wenn ich junge Menschen frage (ich arbeite beruflich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen) ob sie mal Kinder haben wollen, wollen die das nicht. Lieber "für sich selbst" leben, "work life balance". Die WElt geht eh unter, das Leben ist eh nicht mehr Leistbar (all diese Glaubenssätze die von Social Media kommen oder halt verstärkt werden) usw usf. Damit schafft sich die "westliche WElt" gerade im Rekordtempo selbst ab, während bei anderen Nationen die Zahlen noch wachsen.
An und für sich wäre es für die Natur natürlich gut*, wenn die Weltbevölkerung sich durch gezieltes "zurückhalten" deutlich reduziert, aber das geht dann wieder nur, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten.

*All die Statements sind natürlich stark verkürzt, man könnte über alles eine eigene Arbeit mit Vor/Nachteilen führen
 
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Was Verboten werden müsste sind die nicht die Plattformen oder die Nutzung der Plattformen, sondern die Funktionsweisen dahinter. Dark Patterns, Glückspielmechanismen, Endlos Feeds, personalisierte algos und Empfehlungen etc. Social Media ist nicht grundsätzlich das Problem, sondern wie es gestaltet ist.

Was die Alterskontrollen im Internet betrifft, die immer wieder diskutiert werden, hat nichts damit zu tun, dass man irgendeinen Schutzauftrag sieht, sondern damit man Zielgruppen besser tracken und einsortieren kann. Wenn man recherchiert wer sich für Alterskontrollen einsetzt dann wird einem das auch relativ schnell klar.
 
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mischaef schrieb:
Der Deutsche Ethikrat spricht sich in einer Ad-hoc-Stellungnahme gegen ein pauschales Verbot sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche aus. Stattdessen setzt das Gremium auf die drei gleichrangigen Säulen Schutz, Teilhabe und Befähigung und fordert, das Kindeswohl in seiner gesamten Breite zu berücksichtigen.
Richtig so, lieber den "sinnvollen" und "sicheren" Umgang mit einem Medium, egal ob es nun Social Media, (Video) - Spiele, Fernsehen oder auch dem Internet ist, lehren, als alles bis zu Datum/Alter X zu verbieten.
Denn das bringt nichts und führt dann nur zu Unfähigkeit bei der Nutzung ab dem jeweiligen Alter, trägt aber 0 zum gewünschten "Schutz" bei.
mischaef schrieb:
Pauschale Verbote keine Lösung
Sind sie nie, siehe Alkohol, Tabak, Drogen, ja auch die insb. "Grass", Glückspiel, etc. pp., alles bis teilweise 16 / 18 Jahren verboten und, die qualmen trotzdem in der Grundschule, spätestens auf der ersten Klassenfahrt in der weiterführenden wird auch gesoffen... oder Schlimmeres.🙄
Ich kann nur für mich sprechen, meine Eltern waren beide (starke) Raucher als ich noch Kind war... ich habe es gehasst, ich wäre alleine dadurch gar nicht auf die Idee gekommen mit dem Rauchen anzufangen.
Ähnliches gilt für den Alkohol, es gab in der Stadt damals so einen... ich nen es mal Sufftreffpunkt, genau an einer der Haltestellen... ich fand den (Alkohol) Gestank furchtbar. Dann war da so ein Suffkopp der auch häufig mit im Bus saß... natürlich laut, nervig, ihr könnt es euch vorstellen...
Erklärung: "Ja der ist halt stockbesoffen..."
Somit hab ich für mich entschieden Alkohol rühst du nie an, so willst Du nicht enden.

Besseren Anschauungsunterricht gab es nicht.
Und so müsste man auch andere Medien Kenntnisse vermitteln, Dinge die durchaus verstörend sein können zeigen, erklären und die Folgen erläutern. Und darauf hoffen das die Kinder genug Verstand haben das nicht selber zu probieren.

Reine Verbote führen nur zu unkontrollierten Nutzung "im Schatten" anseits von Eltern, Lehrern und Co. und wenn es auffliegt ist der Schaden schon angerichtet.

Daher begrüße ich diese Entscheidung.
 
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Tulol schrieb:
Steht da doch, Medienkompetenz fördern.
Das wird nicht helfen um hinterhältiges Design stark genug auszuhebeln.
Nur weil ich weiß das etwas schlecht ist, kann ich dennoch reinfallen.
Auch die hundertste Schulung gegen Phishing und Malware in der Arbeit wird nicht verhindern können das Leute mal in nem schwachen Moment auf eine gut gemachte Betrugsmail reinfallen.
 
Ebenso wichtig seien die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen und der Erwerb digitaler Kompetenzen. Zu diesem Schluss kommt die heute vorgestellte Stellungnahme „Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt“ (PDF).
Genau, und außerdem die Eltern und vor allem die Schulen. Die wissen gar nicht wohin mit dem Geld und den ganzen Lehrkräften.
Brandenburg macht sich Sorgen, dass die Abschlüsse ihrer Schüler vielleicht von anderen Bundesländern, wegen enormer Ausfälle, nicht anerkannt werden.
Am besten Mathe und Englisch ausfallen lassen und dann stattdessen digitale Kompetenzen steigern.
Machen wir uns nichts vor, weder die meisten Eltern und schon gar nicht die Schulen sind in der Lage 'digitale Kompetenz' zu vermitteln. Dazu fehlt die Kompetenz an sich, der Willen, die Zeit und dazu galoppiert die Entwicklung geradezu.

Ich hab den Quatsch nicht mal zu Ende gelesen.
 
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