n0sk437 schrieb:
Dann hat das doch gar nichts mit dem Gesetz an sich zu tun. 😄
Logisch wäre doch eher, die Daten besser zu schützen, damit kein Praktikant sie aus Versehen für Verbrecher zugänglich macht.
Natürlich hat dies etwas mit dem Gesetz zu tun, die Daten werden ja nur deswegen erhoben. Vorher wurde nichts gescannt und gespeichert.
Du kannst Daten nicht 100% sicher ablegen. Datensparsamkeit schreibt die DSGVO nicht ohne Grund vor

Und wie gut unser Staat im Sachen Datenschutz tatsächlich ist beweist er immer wieder zur Genüge. Siehe die letzte Katastrophe: die ePA 2.0
n0sk437 schrieb:
Super wild – gaaaanz viel ‚hätte, wäre, wenn‘.
Das viele hätte, wäre, wenn kommt doch hier ganz klar aus dem anderen Lager.
"Hätten wir Vorratsdatenspeicherung und totale Überwachung wären wir in der Lage die armen Kinder zu schützen wenn ihnen jemand etwas antun möchte"
Blöderweise gibt es für dieses "Hätte" keinerlei Belege, immer nur die emotionale Schiene statt Fakten.
Schließlich können mit dieser Argumentation ja nur schlechte Menschen etwas gegen den eigenen Vorschlag haben.
n0sk437 schrieb:
Übrigens können Kriminelle auch deine Post abfangen und öffnen, um an sensible Daten zu kommen – nur mal so als wilde Story von mir.
Jemand könnte dich auch gezielt beschatten und auskundschaften.....wenn jemand dich speziell angreifen will wird es so oder so happig.
Äpfel und Birnen? Korrekter Vergleich: Kriminelle übernehmen den vollständigen Postapparat und lesen ab sofort bei ALLEN Sendungen mit, kontrollieren jedes Paket etc.
Klingt wild? Komisch, oder?
n0sk437 schrieb:
Dafür ist das Gesetz doch gar nicht da
Der ursprüngliche Gedanke ist unerheblich. Das Problem ist das Etablieren von Überwachungsstrukturen! Sind diese einmal da ist es nur noch ein "Update" der Schlüsselworte / der Erkennung. Was heute noch erlaubt sein mag kann morgen bereits illegal sein.
Man könnte auch z.b. Terroristen oder Reichsbürger ins Visier nehmen. Am besten gleich jedwedes Bild oder Erwähnung einer Schusswaffe als Alarm ausgeben. Da wird schon der eine oder andere Kriminelle dabei sein. Denk nur an die vielen Attentate und Morde die du damit verhindern könntest! Als Beifang hast du dann zwar auch jedweden Schützenverein aber der Zweck heiligt ja die Mittel.....
n0sk437 schrieb:
Genauso gut könnte man Küchenmesser verbieten: ‚Klar, geht auch ohne‘ — Problem gelöst, keine Messerstechereien mehr. Echt schlau. 🙄
Die Messerverbotszone lässt grüßen?
Du willst doch hier jeden anlasslos überwachen! Also willst du scheinbar auch jedem das Küchenmesser verbieten bzw. eine Aufsicht daneben stellen da man ja potentiell etwas illegales machen könnte.
n0sk437 schrieb:
Fazit: Das Gesetz wird für den Bürger absolut nichts ändern – der stellt weiterhin freiwillig seine privaten Daten bei Facebook oder Instagram online. Die Behörden hingegen hätten einen Hebel mehr und könnten besser arbeiten.
Bis auf ein paar Wütende in Tech-Foren, die 0,0001 % der Bevölkerung ausmachen, interessiert es sowieso niemanden.
Du mischt hier sehr sehr viele Dinge.
1. Natürlich ändert es für den Bürger etwas. Er wird nun überwacht, die ganze Kommunikation wird auf Stichwörter / Bilder hin durchsucht. Das Endgerät ist de facto kompromittiert und als nicht mehr sicher anzusehen. Du bekommst den Staatstrojaner durch die Hintertür.
2. Was jemand freiwillig macht ist doch etwas völlig anderes. Du kannst ja in einen Container ziehen und dich 24/7 von Kameras begleiten lassen. Zwangsweise willst du doch aber so nicht leben, oder?
3. Die Behörden haben KEINEN Hebel mehr. Es gibt keine Studie die irgendeinen Vorteil durch Vorratsdatenspeicherung oder Endgerätekontrolle belegen würde! Das Gegenteil ist der Fall, siehe die von mir bereits erwähnte Studie.
Wie hoch der menschliche Aufwand selbst bei niedrigsten Fehlerraten am Ende ist wurde auch bereits zur Genüge erwähnt. Die Behörden haben bereits jetzt Personalmangel und du möchtest nun noch tausende Alarmmeldungen kontrollieren lassen?
Um dich zu zitieren: "Echt schlau"
4. Es interessiert mehr Menschen als du glaubst. Viele sind im Alltag nur zu beschäftigt um sich darum kümmern zu können. Und genau darauf bauen unsere Politiker auf! Selbes Spiel mit der Gesundheitsakte. Ein gnadenloser Rückschritt im Vergleich zur ePA V1 wo man z.b. noch granulare Berechtigungen vergeben konnte und Schlüssel auf dem lokalen Endgerät generiert wurden. Nun hat jeder Arzt und Apotheker Zugriff auf alles, Schlüssel werden im RZ (Vertraut uns, wir können das) generiert, eine PIN ist zu aufwendig und es gilt Opt-Out statt Opt-In.