n0sk437 schrieb:
Mir egal, ich hab eh nichts zu verbergen.
Sollen sie halt meinen Blödsinn lesen. 😅
Stell dir einmal folgendes vor:
Die über dich gespeicherten Daten sind plötzlich, aufgrund von völlig unvorhersehbaren Ereignissen, für jedermann zugänglich in einem ach so sicheren Cloud Storage Blob gespeichert. Der Praktikant hat einen Fehler gemacht, der hard codierte Testzugang wurde vergessen oder ähnliches.
Oder dein Engagement in einer lokalen Partei sorgt dafür, dass nun eben auch politische Inhalte bei dir kontrolliert werden.
Gesammelte Daten sind immer ein Problem da diese potentiell entwendet werden können.
Dann wirst du plötzlich durch Dritte erpressbar. Oder am besten noch ein Zollbeamter / Richter / Politiker in höherer Position.
Da freuen sich bestimmte Kreise wenn sie belastendes Material über Menschen in Schlüsselpositionen bekommen.
Alles frei Haus, gesammelt durch Behörden.
Das Missbrauchspotential steht in keinerlei Verhältnis zu den möglichen Gewinnen.
shortex schrieb:
Wer kein Vertrauen mehr in den Staatsapparat hat der lehnt das mmn auch grundsätzlich ab.
Du meinst den Staatsapparat für welchen Internet, IT und Verschlüsselung Neuland sind? Der Staatsapparat welcher es nicht schafft eine sichere Gesundheitskarte einzuführen, der bereits damit überfordert ist so etwas simples wie eine PIN-Abfrage möglich zu machen? Von granularen Berechtigungen beim Thema Krankenakte wollen wir erst gar nicht sprechen.
Der Staatsapparat hat bereits mehrfach bewiesen wie diletantisch er mit deutlich weniger sensiblen Daten umgeht! Wieso sollte man ihm nun potentiell seine gesamte Kommunikation / sein digitales Leben guten Gewissens anvertrauen können?
shortex schrieb:
Weil niemand deine Daten regelmäßig überprüft.
Jemand könnte, das ist der Punkt.
Alleine die Möglichkeit ist äußerst kritisch zu sehen.
Wie bereits durch die Snowden Leaks gezeigt wurde könnten Mitarbeiter z.b. ihr Date überprüfen, Partner überwachen etc.
Dazu waren übrigens auch richterliche Beschlüsse notwendig. Technisch war es jedoch eben auch ohne zugänglich.
Welchen Mehrwert bietet diese Überwachung? Es wird immer nur rein auf emotionaler Ebene "argumentiert".
Konkrete Zahlen möchte niemand nennen, gibt es vermutlich auch nicht. Ähnlich wie bei der Vorratsdatenspeicherung. Immer nur "haben wollen", am besten mit unendlicher Speicherdauer. Ob dadurch tatsächlich die Aufklärungsquote steigen würde interessiert niemanden......
Bisherige Studien zeigen keinerlei Verbesserung bzw. keinerlei Zusammenhang zwischen Vorratsdatenspeicherung und Aufklärungsquote. Ein direkter Zusammenhang kann nicht hergestellt werden. Zu dem Schluss kam übrigens auch der Wissenschaftliche Dienst des EU Parlaments

(General Data retention / effects on crime, 2020)