Quidproquo77 schrieb:
50 zu 50 sehe ich das auch nicht, aber die Treiber erzeugen sicher einen höheren Overhead und performen in dem ein oder anderen Spiel mal schlecht.
Intel hat seit Xe Alchemist nur sehr viel "versprochen" und davon relativ wenig halten können, was die Leistung angeht. Dazu kommt, dass sie mit Battlemage einige ihrer eigenen Problemstellen angegangen sind, gleichzeitig jedoch (noch) nicht alles gerade biegen konnten.
Alchemist war weitgehend auf Wave8/Warp8 ausgelegt, dazu gibt es auch unzählige Interviews und auch das Eingeständnis, dass Intel sehr viel im eigenen Shader-Compiler hinbiegen kann, was sie für 3dMark und andere Benchmarks gemacht haben, während sie quasi alle Spiele "ausgelassen" haben - verständlich. Mit Battlemage und dem Umstellen von Vec8 auf Vec16 bei den ALUs haben sie das entschärft und jetzt Wave16 "priorisiert" und genau das sagen sie auch in quasi allen Dokumenten dazu, die man so findet. Klar, es kann besser mit Wave32 umgehen, aber so wirklich will die Architektur Wave16.
Bei Battlemage bleibt es auch dabei, dass die Architektur in bestimmten Spielen begeistern kann, gerade wenn Intel angibt, dass sie da "optimiert" haben, in anderen Spielen jedoch die Leistung nicht so wirklich auf die Straße bringt. Ich hab mir Alchemist und Battlemage im Vergleich zu Ada Lovelace, Blackwell und RDNA 3 sowie RDNA 4 angesehen und es ist bei der Spieleauswahl ein Auf und ein Ab. Mal kann Battlemage mit RDNA 4 sowie Blackwell mithalten, mal reicht es dann nur, dass man RDNA 3 einholt.
Und Intel verspicht quasi seit Alchemist, dass die iGPU schneller ist als die iGPU in den AMD-APUs. Bei Meteor Lake sollte der Vorsprung 5 % betragen im Mittel, bei Lunar Lake nun 15 % und jetzt sind es 82 %. Bei Meteor Lake musste man sich hinten anstellen, bei Lunar Lake kommt man mit viel Wohlwollen auf ein Tie. Jetzt sind es 82 %.
Quidproquo77 schrieb:
Bei dir hört sich das so an als ob es Intel deshalb nicht an einer HX370 vorbei schafft
Das ist deine Interpretation, jedoch habe ich genau das nicht geschrieben. Das ist genauso, wie andere jetzt auf die RAM-Diskussion versteifen, nur damit sie irgendwie meckern können.
Xe3 in Panther Lake hat 12 Xe Cores, macht 128 Shader pro Xe Core, was 1586 macht, HX 370 hat 8 WGP mit 128 Shader oder eben 16 CU mit 64 Shader: 1024 Shader. Sind schon mal 50 % mehr. Beim Takt holt Xe3 mit 2,5 GHz auf zu den 2,9 GHz. Wobei ich glaub ich im Kopf hab, das die RDNA 3.5 die 2,9 GHz eigentlich nie ausfährt, egal.
Alleine Rechnernisch von den Eckdaten reicht es - ohne das man den RAM einbezieht - dass man sich vor den HX 370 schiebt. Der "Knackpunkt" aktuell bleibt jedoch eben der Treiber, wenn sie die Probleme weitgehend lösen konnten mit Xe3 und dem Treiber, dann wäre das wirklich eine Sache.
Quidproquo77 schrieb:
Sollte das der Fall sein schießen sie sich mit den Folien ins eigene Knie.
Na ja, es ist ja an der Stelle nicht so, dass Intel das in letzter Zeit nicht durchaus auch gemacht hat und am Ende erst einiges an Arbeit noch erfolgen musste, bis man da war, was man versprochen hatte. Gut, das ist allerdings kein Intel-Exklusives Problem. AMD hat das ja teilweise auch echt gut drauf, dass sie Sachen versprechen, die dann nicht passten. RDNA 3 ist mir da echt in guter Erinnerung.
bensen schrieb:
Jetzt hätte Gorgon Point 9600 unterstützen können und es wäre vergleichbar.
Es ist im Endeffekt vollkommen egal, der RAM ist an der Stelle nur ein "Baustein", der hier eine Rolle spielen kann, allerdings auch nicht muss. Xe 3 bietet auch genug + bei den anderen Eckdaten und wenn man bedenkt, dass Xe 2 in den iGPU - mit "Wohlwollen" ein +/-0 zu HX370 geschafft hat, dann sind 50 % Shader und 20 % mehr Takt bereits ausreichend, dass man sich vor den HX 370 setzt.
Ich habe bereits in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass neben dem RAM auch das Kühlsystem eine Rolle spielt und da gibt es noch ein paar Sachen mehr. Der RAM ist eine Nebendiskussion, die ich selbst unnötigerweise aufgemacht habe. Ebenso das Kühlsystem und Co. Alles Nebensächlich. Es ist bekannt und durch unzählige Tests belegt, dass APU-Tests in einem Notebook in der Regel eher ein "Notebook" als ein "APU" Test ist, weil hier das gesamte Gerät zählt ob die maximale Leistung abgerufen werden kann oder die Dinger sich ggf. selbst limitieren.
bensen schrieb:
Das hat sicher akademischen Wert, ist für die Praxis aber irrelevant.
Für die Praxis am Ende zählt auch das Gerät als ganzes und nicht mehr die einzelne APU. Für Panther Lake und ebenso Xe 3 ist der primäre Punkt: Hat Intel den Treiber im Griff und kann Battlemage als Xe3 endlich das zeigen, was es theoretisch kann. Wenn Xe3 nicht nur jetzt in diesen 30 Spielen das abliefert, was es abliefern soll, sondern das auch hält, dann ist das verdammt gut für uns, weil damit auch die Chance steigt, dass Intel im dGPU-Markt eine Alternative schaffen kann.