Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchfĂŒhren oder einen alternativen Browser verwenden.
NewsSpotify Premium: Lossless-Musikstreaming ist jetzt wirklich gestartet
Mich gruseln eher so tragbare Laustprecherchen mit DSP, die eh alles "optimal" so hinbiegen wie es nicht sein sollte...
Highlight war Bolero von Ravel - das war halt durchgehend perfekt gleichlaut. Das Quellmaterial war gut... die Karaokemaschine hat es halt nochmal weiterverbessert!
Auch DSPs sehe ich eher positiv. Wenn ich an meine Kindheit in den 90ern zurĂŒckdenke, wie da die kleinen, tragbaren Lautsprecher, PC-Lautsprecher oder Boomboxen so klangen, da hat sich mit den heutigen Bluetooth-Boxen auch dank der DSP-Korrekturen wirklich so einiges getan. Raumkorrektur ĂŒber DSP - fĂŒr viele Audiophile ein Sakrileg, wĂŒrde in den meisten RĂ€umen den Klang aber wesentlich mehr verbessern als irgendein Hi-Res-Master.
Das geht schon sehr ins Eingemachte.
Wenn ich mir schon anschauen wie damals im Prinzip schon "Volume Logic" unter Winamp2 (vom Macher des heutigen "Breakaway Audio Enhancer") aus einer 08/15-Soundkarte rausgeholt hat.... war bzw. ist schon beeindruckend.
Wenn ich eine möglichst homogene LautstÀrke haben möchte, ist das mein Mittel der Wahl.
Der Vergleich mit Audio hinkt aber schon, weil 120 Hz bei der aktuellen Sample-and-Hold-Displaytechnologie wirklich noch einen deutlich sichtbaren Unterschied bei der BewegtbildschÀrfe bringt. Stell das Smartphone mal auf 60 Hz, scrolle und versuche, den Text wÀhrend des Scrollens zu lesen. Mit 60 Hz sehr schwierig, mit 120 Hz ziemlich gut.
Ich versuche generell eigentlich nicht Text zu lesen wÀhrend ich scrolle. Ist ein bisschen kontraproduktiv und ab einer gewissen Geschwindigkeit auch gar nicht mehr möglich egal wieviele Hz du hast. Vergleichen wir 60/120 Hz doch mit MP3 vs. Lossless. Und Lossless und High-Def dann mit 120 zu 480 Hz. Happy ?
mario_mendel34 schrieb:
Genauso 4K-Auflösung, das siehst du noch relativ deutlich, ich hab mir vor kurzem Game of Thrones angesehen, und ab der Staffel, ab der das in 4K produziert wurde, habe ich ein deutlich plastischeres Bild mit viel mehr Feindetails gesehen.
Und wenn du nun 3,5m statt 2,5m weg sitzt von deinem 65" 4K TV, dann ist deine Auflösung schon nicht mehr 4K und wo ist dein Nutzen dann ? Oder lass uns hier doch noch höher gehen und 4K mit Lossless gleichsetzen, 8K wĂ€re dann HD-Audio. Willst du 1,5m vor deinem TV sitzen um das noch zu erkennen ? Ănderts was dran, dass es technisch besser ist ?
mario_mendel34 schrieb:
Das ist halt alles mit Audio nicht zu vergleichen, weil das menschliche Gehör halt einfach nicht mehr hören kann als mit 44,1 KHz Samplingfrequenz bereits abgebildet werden kann. Selbst 20 KHz schaffen die wenigsten Erwachsenen, und die Audiophilen, die besonders von Hi-Res schwĂ€rmen, sind meistens schon im gehobeneren Alter und kommen kaum ĂŒber 12 KHz hinaus.
Und ab einem gewissen Alter sind auch deine Augen evtl. so mies, dass dir 4K/8K/16K gar nix mehr bringen. Ăndert das was dran, dass es technisch besser ist ?
mario_mendel34 schrieb:
Fortschrittlichere Technologie ist da sinnvoll, wo sie einem wirklich was bringt. Digital-Audio ist ausentwickelt.
Darum gehts nicht. Technisch besser ist halt technisch besser. Ob du was davon hast ist eine ganz andere Frage. Und die Frage nach dem Nutzen kannst du immer fĂŒr dich selbst stellen aber niemals fĂŒr andere. Denn wenn du das Fass aufmachst können wir unsere ganze auf reinem Konsum basierende Gesellschaft erden.
Der Vergleich hinkt immer noch, ich kann mich nÀher an meinen TV setzen, um den 4K-Unterschied zu sehen (und selbst wenn nicht, bleibt immer noch HDR, das siehst du immer, und das gibt es auch nur in Kombination mit 4K), ich kann wÀhrend des Scrollens den Text weiterlesen, wenn die Bildwiederholfrequenz ausreichend hoch ist. Das dann nicht zu tun, ist eine bewusste Entscheidung. Aber du kannst den Unterschied zwischen 44,1/16 und 96/24 nicht hören, das ist biologisch unmöglich. Und einfach nur, damit der DAC 96/24 anzeigt, eine schlechtere MasteringqualitÀt hinzunehmen (sh. Beispiel ABBA) wirkt seltsam.
Anderes Beispiel Genesis: Selling England by the Pound. Da erschien vor kurzem eine sehr teure SACD, die in den Bernie-Grundman-Studios in Hi-Res vom originalen analogen Masterband erstellt wurde. Rein von der Technik der Digitalisierung deutlich besser als die alte Nimbus-CD aus den 80ern, die noch mit der ersten Generation ADCs gewandelt wurde. Aber es gab Probleme beim Abspielen des Masterbandes, durch Alterung ist der Bandwickel höchstwahrscheinlich klebrig geworden, und durch die Kraft, die fĂŒr die Bandmaschine notwendig war, um das Band vom Wickel zu lösen, sind hörbare Gleichlaufschwankungen entstanden, die man mindestens im Song The Cinema Show in Form von Pitchschwankungen auch hören kann. In den 80ern war das Masterband gerade mal etwas ĂŒber 10 Jahre alt, mittlerweile ist es 50 Jahre alt. Die alte CD klingt besser, auch wenn sie nur in 44,1/16 war. WĂŒrdest du hier hörbare Pitchschwankungen in Kauf nehmen, nur damit der DAC 96/24 anzeigt? Weil es ist ja das technisch bessere Format?
Wo habe ich das denn gesagt ? Meine Aussage war die ganze Zeit: "ich wills so gut wie möglich" und nicht "ich will einfach nur ne hohe Zahl sehen".
mario_mendel34 schrieb:
Die alte CD klingt besser, auch wenn sie nur in 44,1/16 war. WĂŒrdest du hier hörbare Pitchschwankungen in Kauf nehmen, nur damit der DAC 96/24 anzeigt? Weil es ist ja das technisch bessere Format?
Nein. Ist aber umso mehr ein Faktor pro High-Def Digitalisierung. Kopien ziehen solange es noch geht. Und wenn man sie hat warum sollte ich sie dann nicht abspielen dĂŒrfen ?
Und nochmal: ums "ich kann 96kHz hören gehts nicht. Technisch besser ist halt technisch besser. Ob du was davon hast ist eine ganz andere Frage. NatĂŒrlich bringt es mir nur was, wenn das Master auch taugt. Der Ursprung der Debatte war aber Lossless vs. Lossy und erst jetzt wurde StĂŒck fĂŒr StĂŒck alles verschoben und neue Kriegsgebiete eröffnet und das obwohl doch jeder machen kann was er will.
Von 8K hat niemand geredet, das ist im Videobereich der Punkt, wo das menschliche Auge zu schlecht ist und es bei normalem Abstand nichts mehr bringt. 4K beim empfohlenen Sitzabstand fĂŒr immersives Sehen bringt selbst mir als BrillentrĂ€ger definitiv noch was.
ThirdLife schrieb:
Schon wieder redest du irgendwas daher. HDR und FHD gibts auch standalone.
Nicht auf Blu Ray. Da habe ich die Wahl 1080p SDR oder 2160p HDR. HBO Max gibt es in Deutschland noch nicht, wenn ich Game of Thrones streamen möchte, muss ich Sky Geld in den Rachen schieben.
ThirdLife schrieb:
Als ob du bei maximaler Scroll Speed noch irgendwas erkennen wĂŒrdest.
Bei maximaler Scrollgeschwindigkeit nicht, aber in der Scrollgeschwindigkeit, in der ich lese, schon. Wenn ich am iPad mit 60 Hz-Screen lese, kann ich das wÀhrend dem Scrollen definitiv nicht, da muss ich immer abwarten, bis das Bild wieder steht. Auf dem Smartphone mit 120 Hz wiederum kann ich wÀhrend dem Scrollen weiterlesen.
ThirdLife schrieb:
Aber 480 Hz am Monitor sehen, das können deine Augen ?
Keine Ahnung, noch nie 480 Hz gehabt. Aber ich sehe bei meinem 120 Hz OLED immer noch sehr viel Sample-and-Hold-Blur, eine Verbesserung gibt es mit höheren Bildwiederholfrequenzen definitiv noch.
ThirdLife schrieb:
Nein. Ist aber umso mehr ein Faktor pro High-Def Digitalisierung. Kopien ziehen solange es noch geht.
Da bin ich bei dir, fĂŒr klassische Rock-Musik der 60er und 70er Jahre ist der Zug inzwischen weitestgehend abgefahren, weil die BĂ€nder einfach in keinem guten Zustand mehr sind. Aber in den 90er Jahren wurden bereits viele Flat-Transfers der MasterbĂ€nder in 192/24 gemacht, bevor die BĂ€nder degraded sind. FĂŒr mich ist dann nur unverstĂ€ndlich, warum man bei einem neuen Remaster nicht diese alten Transfers als Grundlage nimmt, sondern neu von einem degradeten Band transferiert.
ThirdLife schrieb:
Der Ursprung der Debatte war aber Lossless vs. Lossy und erst jetzt wurde StĂŒck fĂŒr StĂŒck alles verschoben und neue Kriegsgebiete eröffnet und das obwohl doch jeder machen kann was er will.
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand Hi-Res-Musik hören möchte, ich verstehe es nur nicht. Aber es darf jeder machen, was er will.
Ich habe bei mir Apple Music wieder auf 256 kbps AAC zurĂŒckgestellt, weil die neue AutoMix-Funktion von Apple auf dem iPad die Samplingfrequenz nicht fixiert. Wenn ich unterschiedliche Samplingraten in einer Playlist habe, wechselt das iPad permanent hin und her und der eigentlich nahtlose Ăbergang durch AutoMix ist nicht mehr nahtlos, weil der DAC immer eine Sekunde braucht, um auf die neue Samplingrate zu locken. Mir fehlt selbst mit diesen Lossy-AAC-Encodes klanglich ĂŒberhaupt nichts.
Was bei der ganzen Debatte ein wenig vernachlĂ€ssigt wird - es gibt heutzutage einen gar nicht so kleinen Teil von Musiknutzern - welche das Tonmaterial nicht nur einfach abspielen. Sondern damit auch rumspielen, es bearbeiten oder remixen. Ich mach das mal an der schieren Menge von unheimlich guter Soundsoftware fest - die ja anscheinend einen Markt hat... Jetzt auch mit KI! (wĂŒrg)
Und da sind hohe Bit- und Abtastraten dann durchaus interessant.
Harmonics of muted trumpet extend to 80 kHz; violin and oboe, to above 40 kHz; and a cymbal crash was still strong at 100 kHz. In these particular examples, the proportion of energy above 20 kHz is, for the muted trumpet, 2 percent; violin, 0.04 percent; oboe, 0.01 percent; and cymbals, 40 percent.
Das ist mir absolut bewusst, da geht es aber dann um die Diskussion live Musik, mit gespielten Instrumenten vs. Aufnahme. Ein gutes live Konzert ist einer Aufnahme ĂŒberlegen, da gehe ich mit dir einig. Ich möchte nicht bestreiten, dass nicht hörbare Frequenzen einen Einfuss haben können auf das gesamte Empfinden des Momentes beim Musik hören. Eine Aufnahme hat aber gar nicht das Ziel, das Erlebnis eines Orchesters nachstellen zu können. Oder ein Tool Konzert oder eine Forest-Psy Party mit 15 kW Subwoofern oder oder oder....
Nicht immer alles so negativ sehen. Dank KI gibt es jetzt auch richtige Stereo-Versionen der frĂŒhen Beatles-Songs und nicht mehr nur das alte Ping-Pong-Stereo, wo es nur links und rechts, aber keine Mitte gab. Die KI hat die 1963 zusammengemischten Instrumente sauber voneinander getrennt, quasi neue Multitracks erstellt, mit denen man sauber neu abmischen konnte.
ErgÀnzung ()
Ein kleines bisschen gekaufte Hi-Res-Musik habe ich ja auch, ich habe das Album 2112 von Rush in 192/24 vorliegen, remastered in den Abbey-Road-Studios. Das Album wurde in den 70ern aufgenommen, mit den Mikrofonen, Mischpulten und Bandmaschinen der damaligen Zeit, da können eigentlich keine echten Hochfrequenz-Anteile drin sein, so gut waren die GerÀte damals nicht.
Ich habe mir mal den Titeltrack genommen und mit iZotope RX 11 einen Brickwall-Hochpass-Filter bei 20 KHz gesetzt, der hat sauber alle Frequenzanteile unterhalb von 20 KHz rausgefiltert. AnschlieĂend habe ich die Samplingrate in den Metadaten einfach auf 48 KHz geĂ€ndert, dadurch spielt der ganze Song einfach 4x so langsam und die ganzen Ultrasonic-Frequenzen verschieben sich in den hörbaren Bereich.
Was man da hören kann, ist definitiv keine Musik mehr, das ist nur noch Noise, und zwar teilweise ein richtig fies klingendes Noise. Das so ungefiltert auf die Hochtöner loszulassen, ich weià ja nicht. Musikanteile sind da definitiv nicht mehr drin. Die 44,1/16-Variante hat diesen Hochton-Matsch von Natur aus nicht mehr drin.
Das kann bei modernen Produktionen mit heutiger Technik natĂŒrlich anders aussehen, ich habe aber nichts modernes in Hi-Res. Ich könnte höchstens von Apple Music was abgreifen, aber da kann mir auch der Windows Audio Mixer wieder was reinmatschen.
ErgÀnzung ()
Ich habe jetzt mal exemplarisch 2 moderne digitale DAW-Produktionen genommen, beide in 96/24, Sia - Unstoppable und Steven Wilson - Hand Cannot Erase. Habe das gleiche gemacht wie bei Rush, Frequenzen unterhalb 20 KHz per Brickwall-Tiefpass rausgefiltert und Audio 4-fach verlangsamt.
Bei beiden Songs hört man kein Rauschen, sondern ein feines Zirpen, welches rythmisch als Musik zu erkennen ist, sanft kann man bei Sia auch mit etwas Fantasie Vocals durchhören. Ich wĂŒrde sagen, in diesem Fall sind das echte Oberwellen, die da drin sind. Beide MusikstĂŒcke sind auch relativ frĂŒh gefiltert, Hand Cannot Erase hat nur Frequenzen bis 26 KHz, Sia sogar nur bis knapp ĂŒber 22 KHz, diese Grenze wird nur ĂŒberboten, wenn der Brickwall Limiter das Signal limitiert.
Ich wĂŒrde sagen, das sind sauber produzierte Hi-Res-Versionen, wo keine fiesen hochfrequenzen Rauschanteile drin sind, die evtl. die Hochtöner killen können.
Das ist mir absolut bewusst, da geht es aber dann um die Diskussion live Musik, mit gespielten Instrumenten vs. Aufnahme. Ein gutes live Konzert ist einer Aufnahme ĂŒberlegen, da gehe ich mit dir einig. Ich möchte nicht bestreiten, dass nicht hörbare Frequenzen einen Einfuss haben können auf das gesamte Empfinden des Momentes beim Musik hören. Eine Aufnahme hat aber gar nicht das Ziel, das Erlebnis eines Orchesters nachstellen zu können. Oder ein Tool Konzert oder eine Forest-Psy Party mit 15 kW Subwoofern oder oder oder....
Naja, generell willst du ja mit einer Aufnahme als auch der Wiedergabe immer so nach ran ans bestmögliche wie nur geht. Letztlich ist Audio ohnehin eine Sache ĂŒber die sich (abseits technischer und biologischer Fakten) mies debattieren lĂ€sst. Jeder nimmt Klang anders wahr.
So viel wir hier diskutieren, ich vertrete lediglich die Seite von "mehr Optionen". Lieber hab ich die Möglichkeit HiRes Sound abzuspielen als nicht. Lieber Lossless als lossy und so weiter. Es ist einfach Teil des Produktes. Und solange Spotify mehr kostet als andere, dabei weniger bietet und Artists schlechter bezahlt ist es einfach eine miserable Kombo.
Und ich seh auch nicht wie man das wirklich verteidigen will ? Um mehr gings (mir) nie.
Da stimme ich zu, ich habe mein testweise abgeschlossenes Premium-Abo auch direkt wieder gekĂŒndigt und bleibe bei Apple Music. Schon allein die ganzen von Apple kuratierten Playlists, die wirklich von Musikjournalisten zusammengestellt wurden, sind viel besser als die vom Algorithmus erstellten Spotify-Playlists. Manchmal möchte ich von einem KĂŒnstler ja auch einfach nur die Greatest Hits hören, da werde ich bei Spotify mit der "This Is..."-Playlist halt direkt mit 5 Stunden erschlagen, die Essentials-Playlists von Apple Music haben wirklich nur die Greatest Hits. Dann Apple Music Sing, was ĂŒber nen Apple TV in Kombination mit nem Mischpult schon richtig professionelle Karaoke-Abende ermöglicht, jetzt AutoMix, und als ZĂŒckerli obendrauf Hi Res und Atmos. Das alles bietet Spotify nicht, ist aber teurer und vergĂŒtet die KĂŒnstler schlechter.
Ich werde meinem nicht technikinteressierten Bruder, der immer noch ein Spotify-Abo hat, aber nicht raten, lossless einzuschalten, weil ihn Technik nicht interessiert, also lieber bei Lossy bleiben und Mobilfunkvolumen sparen.
Ich werde meinem nicht technikinteressierten Bruder, der immer noch ein Spotify-Abo hat, aber nicht raten, lossless einzuschalten, weil ihn Technik nicht interessiert, also lieber bei Lossy bleiben und Mobilfunkvolumen sparen.
Als ich damals rein interessehalber verglichen hab zwischen Spotify / Tidal / Apple hat selbst Lossy Spotify bei manchen Tracks schlechter abgeschnitten. Ich hab insgesamt einfach mal einen Titel von jeder meiner Playlists (House, Drum & Bass, Pop, Rock/Metal, Soundtracks / Classic, Techno/Trance, Hip-Hop) via Audacity und Spectrum Analyser angesehen und da schnitt Spotify schlecht ab.
Ich weiss nicht warum und wieso, aber die HĂ€lfte aller Tracks die ich geprĂŒft habe hatte einen relativ harten Cutoff bei ~18 kHz trotz hoher Bitrate. Ich könnte das noch verstehen wenn die Bitrate niedrig ist, unterhalb 192k zB, aber bei 320k ist das ein Unding. Ich kann nichtmal sagen obs einfach der Praktikant vergeigt hat mit den Encoder-Settings aber das war schwach.
Je nachdem wie hoch der obere Frequenzanteil ist kann ein Track dann schon "dumpf" klingen. Apple und Tidal hingegen haben bei denselben Songs auch Lossy bis oben raus durchgezogen und noch Frequenzanteile oberhalb von 20 kHz gehabt - so wie's auch sein soll.
Evtl. ist das mittlerweile behoben worden, aber zurĂŒck wĂŒrde ich jetzt nicht mehr gehen. FĂŒr mich gibts eigentlich nur zwei Optionen und das sind Apple und Tidal.
Ich werde meinem nicht technikinteressierten Bruder, der immer noch ein Spotify-Abo hat, aber nicht raten, lossless einzuschalten, weil ihn Technik nicht interessiert, also lieber bei Lossy bleiben und Mobilfunkvolumen sparen.
War das ĂŒber die Spotify-App oder den Webplayer? Wenn es ĂŒber den Webplayer war, kann ich mir das durchaus vorstellen, da benutzt Spotify AAC, und bei AAC gibt es eine unĂŒbersichtlich hohe Anzahl an Encodern, von den die HĂ€lfte absoluter Kernschrott ist. Der FDK-AAC vom Fraunhofer Institut schneidet, meine ich, bei 18 KHz ab. Apple hatte Anfang der 2000er nur deshalb begonnen, fĂŒr den geplanten iTunes-Digitalkauf einen eigenen AAC-Encoder zu entwickeln, weil die am Markt vorhandenen so schlecht waren. Heute ist der Apple-Encoder der beste AAC-Encoder, vor den Encodern des Fraunhofer Instituts, die das Format erfunden haben.
Wenn es allerdings ĂŒber die App war, ist das komplett unverstĂ€ndlich, wie das passieren kann, denn da verwendet Spotify Ogg Vorbis. Das ist Open Source, da gibt es nur den Referenzencoder der Xiph.Org, und bei dem muss man gar nichts einstellen, der hat die sinnvollsten Einstellungen per Automatik. Da sieht das Spektrum bei 320 kbps dann so aus.
NJay schrieb:
Sobald Bluetooth im Spiel ist ergibt lossless sowieso keinen Sinn mehr.
Erst recht nicht bei der miesen AAC-Implementierung im Google Pixel, wobei die Sony WH-1000XM3 von meinem Bruder glaube ich LDAC können. Aber selbst, wenn es nur 64 kbps HE-AAC wĂ€r, wĂ€rs egal, den Nicht-Nerd interessiert das ganze Audiozeugs nicht. Wenn ich in meiner alten Heimat bei der Familie bin, lĂ€uft DAB+ ĂŒber ein Baustellenradio. Schon allein, wenn ich da von meinem Nicht-High-End-Audio-Equipment anfange, zu erzĂ€hlen, schaut man mich an wie als wĂ€r ich von einem anderen Planeten.
Ich weiss leider nicht genau wie BT funktioniert wenns ums Audio-Streaming geht. Wird das File fĂŒr den Stream dann on the fly nochmals encodiert um dann mit variabler Bitrate an die Headphones zu gehen ? Wenn ja, in welcher Bitrate ca. ?
Es macht durchaus einen Unterschied ob du nun 96k Lossy streamst, nochmal recodest zu sagen wir 700kbit oder ob du die 700kbit ziehst von einem Lossless File.
GrundsÀtzlich willst du bei einem Encode immer Lossless Ausgangsbasis haben.
mario_mendel34 schrieb:
War das ĂŒber die Spotify-App oder den Webplayer? Wenn es ĂŒber den Webplayer war, kann ich mir das durchaus vorstellen, da benutzt Spotify AAC, und bei AAC gibt es eine unĂŒbersichtlich hohe Anzahl an Encodern, von den die HĂ€lfte absoluter Kernschrott ist.
Das war damals ĂŒber die Desktop-App. Habs am Rechner wie du auch mitgeschnitten bei allen drei Diensten und dann verglichen. Ogg kann man allerdings auch komplett vergeigen, eben indem man "to be safe" einen Lowpass setzt. Was evtl. Sinn gemacht hat fĂŒr die 128k Encodes, aber halt evtl. damals noch bei manchen Titeln beibehalten wurde.
Ich wĂŒrds selbst gern checken aktuell, aber dafĂŒr mĂŒsste ich abonnieren und ich gönn der Bude ehrlichgesagt keinen Cent mehr. đ€Ł
mario_mendel34 schrieb:
Der FDK-AAC vom Fraunhofer Institut schneidet, meine ich, bei 18 KHz ab.
Ich weiss leider nicht genau wie BT funktioniert wenns ums Audio-Streaming geht. Wird das File fĂŒr den Stream dann on the fly nochmals encodiert um dann mit variabler Bitrate an die Headphones zu gehen ? Wenn ja, in welcher Bitrate ca. ?
Ja, genauso wie unter Windows gibt es ja auch auf einem Smartphone einen Audiomixer, der alle KlĂ€nge zusammenmischt. Der ist auch immer aktiv und lĂ€sst sich nicht umgehen. Wenn du das Audio per Bluetooth ĂŒbertrĂ€gst, wird einfach der Output des Audiomixers im ausgehandelten Bluetooth-Codec encodiert. Wenn die gestreamte Musik schon lossy war, hast du also 2 Lossy-Encodes hintereinander. Mit welcher Bitrate kann man nicht genau sagen, auf iPhone und iPad sind es bei AAC wohl 256 kbps, aber um das rauszufinden, mĂŒsste man irgendwie den Datenverkehr mitschneiden. Die GerĂ€te schweigen sich dazu aus. Es sei denn, du hast Android mit LDAC, da kann man die Sampling-Frequenzen und Bitraten in den Entwickleroptionen einstellen, Maximum wĂ€ren hier 909 kbps.
Der Apple AAC-Encoder ist ĂŒbrigens auch darauf optimiert, bei wiederholten Lossy-Encodes so wenig QualitĂ€t wie möglich zu verlieren. Ich habe das vorhin aus Interesse auch mal ausgetestet, indem ich einen Song 10 Mal hintereinander durch den QAAC-Encoder mit TVBR 109 geschickt habe. Im Vergleich zum 1. Durchgang hat das Differenzsignal des 10. Durchgangs laut der Delta-Wave-Software aus dem GoldenSound-Video immernoch eine Correlated Null von 85 dB, was exzellent ist. Auf einem iPhone wĂŒrde ich mir da wenig Sorgen machen. Auf Android wĂŒrde ich AAC meiden, wo es nur geht und LDAC oder aptX HD benutzen.
ThirdLife schrieb:
Ogg kann man allerdings auch komplett vergeigen, eben indem man "to be safe" einen Lowpass setzt. Was evtl. Sinn gemacht hat fĂŒr die 128k Encodes, aber halt evtl. damals noch bei manchen Titeln beibehalten wurde.
Was aber auch Dummheit des Encoding-Menschen ist, denn wenn man das QualitÀtspreset-System von Ogg Vorbis benutzt, entscheidet der Encoder selbst schon richtig, ab welcher Bitrate ein Low Pass sinnvoll ist. Ist genauso wie bei Video-Encodierung mit x264, das Preset-System ist schon sehr gut optimiert. Immer, wenn die Leute anfangen, an den Parametern zu spielen, kommen in der Regel schlechtere Ergebnisse dabei raus.
ThirdLife schrieb:
Ich wĂŒrds selbst gern checken aktuell, aber dafĂŒr mĂŒsste ich abonnieren und ich gönn der Bude ehrlichgesagt keinen Cent mehr. đ€Ł
Ich kann ĂŒber Nacht ja mal ein paar Playlists mitschneiden. Ich hoffe mal nicht, dass ich irgendwelche Spionage-Backdoors auf meinem Rechner habe und Spotify davon was mitbekommt (wobei, jetzt habe ich in einem öffentlichen Internetforum eine Urheberrechtsverletzung zugegeben. Ich lösche die Dateien danach wieder, versprochen).
ThirdLife schrieb:
20kHz. Was ich auch schon mĂŒhsam finde. Privat nutze ich den QAAC Apple Encoder.
Den QAAC nehme ich auch immer, wenn ich in AAC encodieren muss, der ist echt der beste. Unter macOS ist der praktischerweise auch direkt in FFMPEG integriert, da muss ich nichts in QAAC rĂŒberpipen.
Nicht auf Blu Ray. Da habe ich die Wahl 1080p SDR oder 2160p HDR. HBO Max gibt es in Deutschland noch nicht, wenn ich Game of Thrones streamen möchte, muss ich Sky Geld in den Rachen schieben.
Ich kann ĂŒber Nacht ja mal ein paar Playlists mitschneiden. Ich hoffe mal nicht, dass ich irgendwelche Spionage-Backdoors auf meinem Rechner habe und Spotify davon was mitbekommt (wobei, jetzt habe ich in einem offiziellen Internetforum eine Urheberrechtsverletzung zugegeben. Ich lösche die Dateien danach wieder, versprochen).
MĂŒsste aber eigentlich legal sein. Radio kann man ja auch mitschneiden wann immer man will. Stichwort Mixtapes frĂŒher. Wenn man dann noch meckern will zahlst du fĂŒr den Service (Gesetz sagt doch Kopie erlaubt zu Werken die rechtmĂ€Ăig zugĂ€nglich sind) und zu guter Letzt könnte man auch noch sagen du lĂ€dst runter und nix hoch.
Ich denke es wird schwer daraus was zu konstruieren, mĂŒsste unter Privatkopie laufen und kein Problem sein.