News Spotify Premium: Lossless-Musikstreaming ist jetzt wirklich gestartet

mario_mendel34 schrieb:
Aber das GoldenSound-Video suggeriert, dass der Exclusive Mode die einzige Möglichkeit ist, bitperfektes Audio zu bekommen. Das wollte ich nur widerlegen.
Jetzt möchte ich mich selbst widerlegen, weil es für mich komplett undurchsichtig ist, was der Windows Mixer macht.

Ich habe zunächst einen Titel, den ich bei Bandcamp gekauft hatte, vergleichen wollen. Runaway With Me von Moonrunner83, liegt überall als 44,1 KHz/16 Bit vor, Spotify, Apple Music und Tidal sind durch den Windows Audio Mixer durch alle zu 100 % bitperfekt.

Bevor ich jetzt das GoldenSound-Video komplett in Frage stelle, wollte ich es aber nochmal mit dem dort verwendeten Song nachstellen. Also habe ich mir das Album bei Bandcamp gekauft und mit dem Song aus dem Video verglichen. Ich komme zu mehr oder weniger den gleichen Resultaten wie GoldenSound. Auch bei Tidal, weil der Exclusive Mode aus war (sonst kann ich das Audio nicht mit Audacity abgreifen, ich greife ja nur den Output des Windows Mixers ab). Ich habe an den Einstellungen nichts verändert, keine Geräte an- und abgesteckt, den Rechner nicht neu gestartet. Hat wohl gerade die Mondphase nicht gepasst.

In der Hinsicht: Ja, Spotify, Exclusive Mode nachreichen, bitte.😂

ThirdLife schrieb:
Die Frage die sich mir stellt ist aber wie siehts mit der 24/96er Version aus.
Die gibt es bei Tidal nicht, Tidal hat das gleiche Redbook-CD-Master wie Spotify. Apple Music hat es ja auch nur in 44,1/16, aber selber vom 96/24-Master runtergerechnet. Die 96/24-Version kann man wohl nur bei HDTracks & Co. kaufen, aber nirgendwo streamen.
 
ThirdLife schrieb:
Das hat genau mit Bitrate zu tun.
Nein. Bitrate ist ein Ergebnis aus Abtastrate x Bittiefe x Kanäle. Wie gut Ausklingende Instrumente zu hören sind ist eine Frage der Bittiefe nicht der Bitrate.

Da MP3 keine fixe Bittiefe besitzt ist das Beispiel bezüglich Ausklingenden Instrumenten unpassend. Ohne Dithering hörst du Instrumente auch in einem 44.1/16 wav nicht sauber ausklingen und da hast du eine super hohe Bitrate. Um auf die Anderen Punkte einzugehen fehlt mir gerade die Zeit.
 
@R4nd0 @ThirdLife Ausklingende Reverbs/Instrumente whatever bei MP3: Ich habe das mal schnell in Audacity nachgestellt.

30s 440 Hz Sinus mit -50 dB Startpegel ausblenden lassen. Einmal gespeichert als 16-Bit-FLAC ohne Dithering, einmal gespeichert als 16-Bit-FLAC mit Dithering, und einmal gespeichert als 32-Bit-Float-WAV. Mit der 32-Bit-Float-WAV bin ich dann in FFMPEG gegangen und habe nach LAME MP3 enkodiert, einmal mit V0 (VBR) und einmal mit 320 kbps (CBR).

Die Ergebnisse:
FLAC 16 Bit ohne Dithering: Relativ starke Verzerrungen durch Quantisierungsfehler
FLAC 16 Bit mit Dithering: Keine Verzerrungen, aber ein deutlich hörbares Dithering-Rauschen
WAV 32 Bit Float: Perfekt, Ton wird perfekt ausgeblendet, ohne Verzerrungen, ohne Rauschen
MP3 V0: Perfekt, Ton wird perfekt ausgeblendet, ohne Verzerrungen, ohne Rauschen
MP3 320 kbps: Perfekt, Ton wird perfekt ausgeblendet, ohne Verzerrungen, ohne Rauschen

Alle Dateien sind zum Nachvollziehen im Anhang, in der Wiedergabesoftware am besten den Wiedergabepegel um 50 dB anheben, damit man was hört.
 

Anhänge

  • Gefällt mir
Reaktionen: NJay
mario_mendel34 schrieb:
Die gibt es bei Tidal nicht, Tidal hat das gleiche Redbook-CD-Master wie Spotify. Apple Music hat es ja auch nur in 44,1/16, aber selber vom 96/24-Master runtergerechnet. Die 96/24-Version kann man wohl nur bei HDTracks & Co. kaufen, aber nirgendwo streamen.
Klar gibts die. Ich hab sie ja auf Tidal. Ich kann dir das FLAC gerne geben. Ist auf dem Greatest Hits Album. Tidal Beschde. :daumen:
1759504529130.png
 
Achso, das ist ja nur die Greatest Hits-Compilation. Ich habe die ganze Zeit die Version vom The Game-Album abgespielt, und das gibts auch auf Tidal nur in 44,1/16.
Ergänzung ()

ThirdLife schrieb:
Tidal nicht Beschde, hat wie Spotify nur die Jon Astley-Remaster von ABBA von 2001.👎

Apple Music scheint der einzige Streaming-Dienst zu sein, der die deutlich besseren Master-of-Audio-Remaster der 2010er hat.
 
R4nd0 schrieb:
Nein. Bitrate ist ein Ergebnis aus Abtastrate x Bittiefe x Kanäle. Wie gut Ausklingende Instrumente zu hören sind ist eine Frage der Bittiefe nicht der Bitrate.
Die Formel gilt nur für PCM-Streams. MP3 ist aber kein PCM, sondern ein lossy Bitstream mit variabler Quantisierung. Die Bitrate ist hier eine frei wählbare Vorgabe.

R4nd0 schrieb:
Da MP3 keine fixe Bittiefe besitzt ist das Beispiel bezüglich Ausklingenden Instrumenten unpassend. Ohne Dithering hörst du Instrumente auch in einem 44.1/16 wav nicht sauber ausklingen und da hast du eine super hohe Bitrate. Um auf die Anderen Punkte einzugehen fehlt mir gerade die Zeit.
Gilt aber nur fürs Downsampling und nicht fürs abhören. Fakt bleibt halt einfach: gute Anlage + gutes Master + verlustfreie Kompression = bestmögliches Musikerlebnis. Ich sehe nicht, warum man jetzt am letzten Punkt bewusst sparen sollte wenn man die davor schon investiert hat ?

mario_mendel34 schrieb:
Achso, das ist ja nur die Greatest Hits-Compilation. Ich habe die ganze Zeit die Version vom The Game-Album abgespielt, und das gibts auch auf Tidal nur in 44,1/16.
Spielt ja keine Rolle unter welchem Album der Track dann abgelegt ist oder welcher EP.

mario_mendel34 schrieb:
Tidal nicht Beschde, hat wie Spotify nur die Jon Astley-Remaster von ABBA von 2001.👎
Von welchen Tracks redest du genau ? Und dafür hat Apple kein 24/96 Queen. Mal gewinnt man mal verliert man. Ausser man ist Spotify-Kunde. Da kann man nur verlieren. 🤷‍♂️

Edith sagt: Ich hab jetzt grad mal Dancing Queen gezogen von Tidal vom "The Singles: The First Fifty Years"-Album. Das ist 24/96 und Quote "both the CD and vinyl versions were mastered by Miles Showell at Abbey Road".

-> https://www.discogs.com/release/32065944-ABBA-The-Singles-The-First-Fifty-Years
 
Zuletzt bearbeitet:
ThirdLife schrieb:
Spielt ja keine Rolle unter welchem Album der Track dann abgelegt ist oder welcher EP.
Scheinbar schon, wenn ich den Song vom Album abspiele, bekomme ich 44,1/16:
queen.png


ThirdLife schrieb:
Von welchen Tracks redest du genau ?
Nicht von einzelnen Tracks, ich habe einfach mal zum Test das Super Trouper-Album aufgerufen. Das Copyright-Datum und die Bonustracks verraten das Remaster von Jon Astley (und der Klang, die Jon Astley-Fassung ist schon sehr bassschwach).

ThirdLife schrieb:
Edith sagt: Ich hab jetzt grad mal Dancing Queen gezogen von Tidal vom "The Singles: The First Fifty Years"-Album. Das ist 24/96 und Quote "both the CD and vinyl versions were mastered by Miles Showell at Abbey Road".
Das ist ja wieder was anderes, diese Remaster habe ich noch gar nicht gehört, weil es halt auch mal wieder nur eine Greatest-Hits-Comp ist. Die einzelnen Alben wurden ab Ende der 2000er bei Masters of Audio in Stockholm das erste Mal mit dem Ziel remastered, den Klang der originalen Vinyl-Ausgaben wieder zu erreichen, nachdem alle Remaster vorher das Klangbild doch sehr stark verändert hatten. So um 2015 herum erschienen mit Arrival und The Album die letzten Masters-of-Audio-Remaster. Mit wenigen Ausnahmen sind das für meinen Geschmack die optimalen Fassungen, um ABBA zu hören.

ThirdLife schrieb:
Und dafür hat Apple kein 24/96 Queen. Mal gewinnt man mal verliert man.
Zum Glück mache ich mir aus 24/96 nichts, 44,1/16 reicht mir bei weitem aus, das Mastering muss für mich stimmen, nicht die Auflösung.
Ergänzung ()

Nachtrag: Ich habe jetzt mal diese The First Fifty Years Collection angefangen, zu spielen. Direkt beim ersten Song People Need Love kann man richtig heftige Dropouts hören, nicht nur mal ein oder zwei (das war auf der letzten Remaster-Reihe durchaus auch schon der Fall), sondern es ist wirklich ein richtig heftiges Dropout-Gewitter, Dropout-City. Dieses Masterband, was da digitalisiert wurde, ist einfach beschädigt. Da hilft auch kein 24/96, wenn die Quelle schlecht ist.

Gegengehört mit der Bonus Track Version vom Ring Ring-Album auf Apple Music, da sind diese Dropouts nicht zu hören.
 
Zuletzt bearbeitet:
mario_mendel34 schrieb:
Scheinbar schon, wenn ich den Song vom Album abspiele, bekomme ich 44,1/16:
Ja, aber darum gings mir nicht. Sondern darum, dass man die meisten Tracks auch in einer besseren Version kriegen kann. Ich höre eh so gut wie nie Alben am Stück durch weil mir meist nur ein Bruchteil gefällt von daher kann ich mir bequem die besten Versionen zusammensuchen.

mario_mendel34 schrieb:
Zum Glück mache ich mir aus 24/96 nichts, 44,1/16 reicht mir bei weitem aus, das Mastering muss für mich stimmen, nicht die Auflösung.
Ich denke es ist besser wenn wir auf "reicht für mich aus" nie eingehen. Wenn wir alle mit dem zufrieden wären was irgendwie theoretisch ausreichend und überlebbar wäre gäbs weder eine Wirtschaft noch irgendeinen technischen Fortschritt. 😂

Grundsätzlich hast du aber natürlich recht. Die Kette muss halt nacheinander passen. Master -> Codec -> Player/Speaker -> Raum.

mario_mendel34 schrieb:
Nachtrag: Ich habe jetzt mal diese The First Fifty Years Collection angefangen, zu spielen. Direkt beim ersten Song People Need Love kann man richtig heftige Dropouts hören, nicht nur mal ein oder zwei (das war auf der letzten Remaster-Reihe durchaus auch schon der Fall), sondern es ist wirklich ein richtig heftiges Dropout-Gewitter, Dropout-City. Dieses Masterband, was da digitalisiert wurde, ist einfach beschädigt. Da hilft auch kein 24/96, wenn die Quelle schlecht ist.

Gegengehört mit der Bonus Track Version vom Ring Ring-Album auf Apple Music, da sind diese Dropouts nicht zu hören.
Da kann ich wenig zu sagen. Ich finde Abba schrecklich 🤣 aber ich glaubs dir gerne. Um welche Timestamps herum tritt das Besagte auf ?
 
mario_mendel34 schrieb:
Die Ergebnisse:
FLAC 16 Bit ohne Dithering: Relativ starke Verzerrungen durch Quantisierungsfehler
FLAC 16 Bit mit Dithering: Keine Verzerrungen, aber ein deutlich hörbares Dithering-Rauschen
WAV 32 Bit Float: Perfekt, Ton wird perfekt ausgeblendet, ohne Verzerrungen, ohne Rauschen
MP3 V0: Perfekt, Ton wird perfekt ausgeblendet, ohne Verzerrungen, ohne Rauschen
MP3 320 kbps: Perfekt, Ton wird perfekt ausgeblendet, ohne Verzerrungen, ohne Rauschen
Vielen Dank für die Arbeit, das war so zu erwarten.
 
ThirdLife schrieb:
Um welche Timestamps herum tritt das Besagte auf ?
Ab 0:35 wirds ganz schlimm, das Signal ist ab da überhaupt nicht mehr stabil, klingt wie eine komplett runtergespielte Musikkassette. Das ist es im Grunde ja auch, ABBA wurde ab den 90er Jahren so oft remastered, und natürlich hat man jedes Mal wieder neu vom analogen Masterband digitalisiert, anstatt einfach mal die vorhanderen Transfers zu benutzen. Dadurch sind die 50 Jahre alten Bänder inzwischen halt richtig heftig abgenutzt.

Um fair zu bleiben, bei den anderen Songs auf dieser Compilation ist es nicht ansatzweise so schlimm, ich habe jetzt mal bis Fernando gehört, der Klang ist sehr ähnlich zu den Masters-of-Audio-Remasters, da hat Miles Showell einen guten Job gemacht. Das die Masterbänder abgenutzt sind, dafür kann er ja nichts.

ThirdLife schrieb:
Ich höre eh so gut wie nie Alben am Stück durch weil mir meist nur ein Bruchteil gefällt von daher kann ich mir bequem die besten Versionen zusammensuchen.
Bei mir komplett anders, ich bin ein absoluter Album-Mensch, gerade bei Queen sind auf den Alben so viele gute Songs versteckt, die kein Mensch kennt, weil sie nie auf einer Compilation drauf sind. Und gerade bei Queen-Alben kann man, wenn man sie von vorne bis hinten hört, schön einen roten Faden erkennen, es wirkt wie aus einem Guss.

R4nd0 schrieb:
Vielen Dank für die Arbeit, das war so zu erwarten.
Es ist natürlich höchst theoretisch, weil MP3-Dateien in der Praxis selten von 24-Bit-Mastern erstellt werden. Und sämtliche Musik, die vor den 90ern aufgenommen wurde, ist eh nur in 16 Bit oder analog in noch schlechterem Dynamikumfang, dass Instrumente beim Ausschwingen bei -80 dB anfangen zu verzerren bei 16 Bit ist irrelevant, wenn das analoge Masterband seinen Rauschteppich bei -65 dB oder -70 dB hat.
 
mario_mendel34 schrieb:
Zum Glück mache ich mir aus 24/96 nichts, 44,1/16 reicht mir bei weitem aus, das Mastering muss für mich stimmen, nicht die Auflösung.
Absolut, weil 44.1 gleich klingt wie 96. A/D D/A Wandlung ist gelöst, ein 2 Euro Chip wandelt 100% Transparent. Super Dynamische Musik kann von 24Bit Dynamik Umfang profitieren aber das hat nichts mit besser klingen zu tun. Da geht es nur um den maximal möglichen Unterschied zwischen dem lautesten und leisesten Ton.
ThirdLife schrieb:
Ich denke es ist besser wenn wir auf "reicht für mich aus" nie eingehen. Wenn wir alle mit dem zufrieden wären was irgendwie theoretisch ausreichend und überlebbar wäre gäbs weder eine Wirtschaft noch irgendeinen technischen Fortschritt. 😂
Was soll den besser sein bei 96kHz?
 
R4nd0 schrieb:
Was soll den besser sein bei 96kHz?
Soweit ich das in meinen Signalanalyse-Vorlesungen aufgeschnappt habe, sind 96 kHz (oder sogar noch höhere Abtastraten) vor allem eine Erleichterung für die Studiotechnik.

Würde man da direkt mit 44 kHz wie auf CD aufnehmen, muss man dafür sorgen, dass es keinerlei Signalanteile mit mehr als 22 kHz gibt. Andererseits hören Menschen bis 20 kHz. Beides zusammen führt zu einem Verhältnis Nutzfrequenz zu Filterfrequenz von 0,9. Da ist es eine Gratwanderung, einen dazu passenden Filter abzustimmen (sprich: alle unerwünschten Frequenzen >22kHz sind weg, das Nutzsignal <20kHz bleibt dabei völlig unverändert).

Bei 96 kHz steigt die Filterfrequenz auf 48 kHz an, die Nutzfrequenz liegt damit nur noch bei 40% davon. Das macht die Filterauslegung und damit die gesamte Studiotechnik einfacher. Und bei heutigen Computern ist es logisch, diese Abtastrate im gesamten Studio-Bearbeitungsprozess beizubehalten. Und erst am Ende auf eine 44kHz-kompatible Version zu filtern/resamplen.

Was ich leider nicht beantworten kann: Hat man bei diesem letzten Resamplen von 96 kHz runter auf 44 kHz das gleiche Filterdilemma wie beim direkten Aufnehmen bei 44 kHz? Wenn ja, dann sind 96 kHz-Dateien theoretisch im absoluten Hochtonbereich besser. Die Praxisrelevanz wird allerdings stark dadurch gemildert, dass das menschliche Ohr in dem Frequenzbereich eh weniger empfindlich ist. Und damit bei üblichen Besetzungen in der Musik vieles durch tiefere Frequenzen übertüncht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: ThirdLife
@Faluröd Das siehst du komplett richtig, der Hauptvorteil von 96 oder 192 KHz ist, dass man keinen so steilflankigen Low-Pass-Filter braucht, man hat ein schönes großes Transition-Band und kann bis zur Nyquist-Frequenz ganz langsam ab 20 KHz rausgehen. Bei 44,1 KHz nutzt man seit Ende der 80er Jahre digitale FIR-Brickwall-Filter, die sind extrem steilflankig (daher die Bezeichnung Brickwall), haben als Nebeneffekt allerdings Filter Ringing bei der Filterfrequenz. Das Problem kannst du mit einem relaxteren Low-Pass-Filter bei höherer Sampling-Frequenz nahezu vollständig umgehen.

Wichtig ist das vor allem für die Musikproduktion, beim Abmischen wird das Signal ja sehr oft bearbeitet, da ist es gut, wenn man bei Samplingfrequenz und Bittiefe eher klotzt statt kleckert, da sehr oft neu quantisiert werden muss. Hat man wesentlich mehr Puffer. Das Ausspielen des finalen Masters in 44,1 KHz/16 Bit ist dann überhaupt kein Problem, als finales Auslieferungsformat ist das fein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ThirdLife, Sierra1505, A.Xander und 2 andere
mario_mendel34 schrieb:
Das Ausspielen des finalen Masters in 44,1 KHz/16 Bit ist dann überhaupt kein Problem, als finales Auslieferungsformat ist das fein.
Danke dafür, dass Du dies alles so gut erklärt hast.

Leider Perlen vor die Säue. 🤷
 
R4nd0 schrieb:
Was soll den besser sein bei 96kHz?
Du kriegst eben potentiell das komplette Master zu hören, kein Sampling, kein Dithering. Einfach nur frisch ab Werk aus der Produktion.

Kann ich 96kHz hören ? Nein, das hören dann die Hunde in der Nachbarschaft oder Fledermäuse. Will ich dennoch das bestmögliche Material aus der Kombi "gutes Mastering" und "High-Def Delivery" ? Ja ! Warum auch nicht, wenn es denn vorliegt kannsts ja auch ausspielen. Und warum sollte ich meiner Anlage weniger zuliefern als sie kann wenn ich das nicht muss ?

Die "brauchen" Debatte ist eine extrem nutzlose. Wir leben alle vom Konsum, würde jeder nur das Nötigste haben könnten die meisten Firmen dicht machen. Braucht auch keiner 4K, braucht keiner 120Hz+, braucht keiner dies, braucht keiner jenes.

Schön isses trotzdem wenn mans hat.
 
ThirdLife schrieb:
Die "brauchen" Debatte ist eine extrem nutzlose. Wir leben alle vom Konsum, würde jeder nur das Nötigste haben könnten die meisten Firmen dicht machen. Braucht auch keiner 4K, braucht keiner 120Hz+, braucht keiner dies, braucht keiner jenes.

Schön isses trotzdem wenn mans hat.
Und das ist die falsche Annahme. Die Technischen Fortschritte die du nennst sind wichtig und wirkliche Fortschritte. 44.1 gibt dir bereits ein 100% Transparentes Audio Signal. 96 ist nicht 120% Transparent, das geht nicht. Es klingt einfach gleich, das kannst du mit einem Nulltest nachstellen.

Als Audio Speicherformat ist 44.1 Perfekt, 100% Transparent.
Ergänzung ()

Faluröd schrieb:
Würde man da direkt mit 44 kHz wie auf CD aufnehmen, muss man dafür sorgen, dass es keinerlei Signalanteile mit mehr als 22 kHz gibt. Andererseits hören Menschen bis 20 kHz. Beides zusammen führt zu einem Verhältnis Nutzfrequenz zu Filterfrequenz von 0,9. Da ist es eine Gratwanderung, einen dazu passenden Filter abzustimmen (sprich: alle unerwünschten Frequenzen >22kHz sind weg, das Nutzsignal <20kHz bleibt dabei völlig unverändert).
Seit den späten 80ern ist SigmaDelta Conversion Standard. Das mit der Doppelten Frequenz ist schon längst nicht mehr Wahr. Texas Instruments hat dazu eine klärende Youtube Video Serie.

Als Audio Speicherformat ist 44.1 100% Transparent.
 
R4nd0 schrieb:
Und das ist die falsche Annahme. Die Technischen Fortschritte die du nennst sind wichtig und wirkliche Fortschritte.
Darum gehts nicht. Es geht ums "brauchen". Du brauchst keine 120 Hz. Oder 240. Oder gar 480 mittlerweile. Oder kannst du erst ab 480 Hz bei deinen Games Spass empfinden ? Warum haben so viele dann einen Gameboy gefeiert und waren super happy damit ?

Und was nutzt dir deine 4K Glotze wenn du wie die meisten Leute ziemlich weit entfernt sitzt und das gar nicht mehr auflösen kannst ? War ein Jedi Knight mit 800x600 damals ein mieses Spiel ohne Fun ? Nein ? Warum braucht es jetzt dann mehr ? Spass hats doch auch so gemacht ? Warum überhaupt RT nutzen wenn man doch mit genug Aufwand auch eine geile Spielwelt und Beleuchtung gestalten kann ?

Warum ist das Bessere des Guten Feind ?

R4nd0 schrieb:
44.1 gibt dir bereits ein 100% Transparentes Audio Signal. 96 ist nicht 120% Transparent, das geht nicht. Es klingt einfach gleich, das kannst du mit einem Nulltest nachstellen.

Als Audio Speicherformat ist 44.1 Perfekt, 100% Transparent.
Kommt auf deine Instrumentalisierung an. Für unser Gehör mags transparent sein, faktisch sind diese Daten unter Umständen aber enthalten bei einem originalen Master-Track unabhängig davon ob du's hörst oder nicht.

https://www.tnt-audio.com/casse/life_above_20khz.pdf
Harmonics of muted trumpet extend to 80 kHz; violin and oboe, to above 40 kHz; and a cymbal crash was still strong at 100 kHz. In these particular examples, the proportion of energy above 20 kHz is, for the muted trumpet, 2 percent; violin, 0.04 percent; oboe, 0.01 percent; and cymbals, 40 percent.

Brauchst du es ? Nein ? Dann stehts dir frei etwas anderes zu kaufen. Analog einem 480 Hz Monitor.
 
ThirdLife schrieb:
Darum gehts nicht. Es geht ums "brauchen". Du brauchst keine 120 Hz.
Der Vergleich mit Audio hinkt aber schon, weil 120 Hz bei der aktuellen Sample-and-Hold-Displaytechnologie wirklich noch einen deutlich sichtbaren Unterschied bei der Bewegtbildschärfe bringt. Stell das Smartphone mal auf 60 Hz, scrolle und versuche, den Text während des Scrollens zu lesen. Mit 60 Hz sehr schwierig, mit 120 Hz ziemlich gut. Genauso 4K-Auflösung, das siehst du noch relativ deutlich, ich hab mir vor kurzem Game of Thrones angesehen, und ab der Staffel, ab der das in 4K produziert wurde, habe ich ein deutlich plastischeres Bild mit viel mehr Feindetails gesehen.

Das ist halt alles mit Audio nicht zu vergleichen, weil das menschliche Gehör halt einfach nicht mehr hören kann als mit 44,1 KHz Samplingfrequenz bereits abgebildet werden kann. Selbst 20 KHz schaffen die wenigsten Erwachsenen, und die Audiophilen, die besonders von Hi-Res schwärmen, sind meistens schon im gehobeneren Alter und kommen kaum über 12 KHz hinaus.

Fortschrittlichere Technologie ist da sinnvoll, wo sie einem wirklich was bringt. Digital-Audio ist ausentwickelt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: NJay
mario_mendel34 schrieb:
Digital-Audio ist ausentwickelt.
Nur die Umsetzung in die Praxis - da hapert es noch sehr oft.
Also was manche Studios so an Abmischung raushauen - da bringt die bestentwickeltste Audiotechnik nix.

Ich meine sogar es geht gerade rückwärts.
Immer mehr minderwertigste Wiedergabegeräte und Quellen...
Hauptsache Brüllwürfel spielt Lala.
 
Ich habe das Gefühl, dass es inzwischen wieder besser wird. Die schlimmsten Verbrechen sind imho von Ende der 90er bis Ende der 2000er (Californication und Death Magnetic). Seitdem primär auf Streamingdiensten gehört wird, die alle ab Werk die Lautheitsnormalisierung aktiviert haben, wurde der Loudness War wieder etwas gezähmt. Auch wenn ich mal im Auto Bayern 3 anhabe, finde ich, dass sich moderner Radiopop wieder besser anhört als vor 15 Jahren.
 
Zurück
Oben