News Spotify Premium: Lossless-Musikstreaming ist jetzt wirklich gestartet

Sun_set_1 schrieb:
Beispielsweise Another one bites the dust
Hier liegt das Hauptspektrum des Lieds sehr stark im unteren Frequenzbereich während es gleichzeitig extreme Höhen durch Freddies Stimme gibt. Genau in solchen Situationen sind selbst 320kbs Codecs nicht wirklich optimal, da sie daran scheitern ein komplettes Frequenzspektrum von ganz Tief bis ganz Hoch vernünftig zu komprimieren. Man wird immer bei dem ein oder anderen verlieren.
Jetzt wollte ich es wissen. Ich habe mir jetzt extra wieder ein Spotify Premium-Abo abgeschlossen und habe Another One Bites the Dust einmal in der Lossless-Version und einmal in der Sehr hoch-Version über Audacity (Audiohost Windows WASAPI) abgegriffen. Lautstärke-Angleichung in Spotify auf aus.

Hier der Nachweis, dass das auch wirklich 2 unterschiedliche Versionen sind:
Lossless.flac.png
Sehr hoch.flac.png

Die Sehr hoch-Version zeigt die typische "Signatur" von Ogg Vorbis in den höchsten Frequenzbereichen. Die Lossless-Version hat das volle Spektrum bis zur Nyquist-Frequenz von 22,05 KHz.

Für den Blindtest habe ich Foobar2000 mit dem ABX Comparator-Plugin benutzt, Foobar stand auf WASAPI Exclusive (umgeht den Windows Audio Mixer und geht bitgenau in den DAC). Der Rechner war über USB-C an meinem Topping D50III angeschlossen, vom DAC ging es dann über Cinch in den Topping A50III-Kopfhörerverstärker, abgehört habe ich mit meinen Sennheiser HD600.

Hier die Logdatei vom ABX-Test:
foo_abx 2.0.2 report
foobar2000 v2.24.4
2025-10-02 18:51:38

File A: Lossless.flac
SHA1: a1c7a8b1eb9a39a5ee017b8141595bdb97fed72f
File B: Sehr hoch.flac
SHA1: f644990f7b27726605795f5a9e87cf2a106fa868

Output:
WASAPI (event) : Lautsprecher (TOPPING USB DAC), 16-bit
Crossfading: NO

18:51:38 : Test started.
18:53:45 : 00/01
18:57:39 : 00/02
18:59:30 : 01/03
19:02:11 : 01/04
19:04:10 : 02/05
19:07:38 : 03/06
19:10:24 : 03/07
19:13:13 : 03/08
19:16:03 : 04/09
19:17:18 : 05/10
19:19:35 : 06/11
19:21:31 : 06/12
19:23:26 : 06/13
19:24:48 : 06/14
19:26:11 : 06/15
19:27:39 : 06/16
19:27:39 : Test finished.

----------
Total: 6/16
Probability that you were guessing: 89.5%

-- signature --
b4c6043a68029aada05dacd9936217fe6b3459b9

Von 16 Durchgängen habe ich nur 6 Mal die Lossy-Version richtig erkannt, ergo ich habe geraten. Und das habe ich auch, ich konnte wirklich keinerlei Unterschiede hören, egal wie sehr ich mich angestrengt habe. Ich habe auch explizit auf die Sauberkeit beim Bass und in den Höhen geachtet, das klang wirklich für mich immer gleich.

Das bestätigt für meine Ohren mal wieder, dass es mir vollkommen wumpe ist, ob das jetzt hochbitratiges Lossy oder Lossless ist. Und damit habe ich persönlich auch pauschal keine Probleme mit einer 256 kbps-AAC-Bluetooth-Übertragung.
 

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Meine Gänsehaut sagt mir grad was anderes (hatte jetzt Lust, das komplette The Game-Album von Queen zu hören).😍
Ergänzung ()

Die Lossless-Version von Another One Bites the Dust auf Apple Music unterscheidet sich übrigens von der Spotify-Lossless-Version, obwohl es das gleiche Remaster von 2011 ist. Apple ist 1,0913 dB leiser und die vom Brickwall Limiter gekappten Transienten sehen auch nicht so sauber mit der Rasierklinge geschnitten aus, sondern haben ganz minimale rundere Peaks.

Meine Theorie: Spotify benutzt die Audio-CD-Master von 2011, Apple hat die Hi-Res-Master angeliefert bekommen und selber auf 44,1 KHz runtergesamplet und den Pegel etwas abgesenkt. Es ist nämlich als Apple Digital Master deklariert. Und Bob Ludwig hat die Remaster von 2011 auch definitiv in Hi-Res gemacht, es gibt da in Japan auch SACDs von. Das Pegel absenken ist auch clever, weil bei Einsatz von Brickwall Limitern sowohl beim Wandeln im DAC als auch bei Lossy-Encodings Intersample Peaks entstehen, die dann clippen können.

Kurzfassung: Wenn man die Lautstärkeangleichung aus hat, kann die Spotify-Version beim Abspielen clippen, die Apple Music-Version nicht.
 
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Mimir schrieb:
Ich weiß nur, dass vor Jahren viele wissenschaftliche Blindtests gemacht wurden und dort selbst bei 192 kbps die meisten Codecs schon transparent waren.
Mit einer Personengruppe die bestenfalls 20 Probanden umfasste - was nicht aussagekräftig ist.
Wird Dir jeder Statistiker bestätigen.
...und ohne genaue(!) Kenntnisse der Versuchsaufbau und Methodik ist das bestenfalls eine Schlussfolgerung auf anekdotischer Evidenz. 🤷‍♂️
TempeltonPeck schrieb:
Und ja auch viele Schreien nach mehr ist besser bei egal was ohne Ahnung vom Thema zu haben. Egal ob mehr RAM, Auflösung, FPS usw. Das ist genauso falsch.
120faches CD-ROM-Laufwerk. 😂
 
R4nd0 schrieb:
@TempeltonPeck nenn mir dein Lieblingssong. Ich erstelle dir ein blindtest mit 320kbits mp3 und 44.1/16 wav. Du wirst nichtmal ansatzweise 50% richtig haben, meine These.
Ergänzung ()


MP3 ist in diesem Beispiel FLAC überlegen da es keine Bittiefe besitzt. Ich gehe davon aus deine Aussage stimmt, das heisst der Export zum MP3 wurde falsch gemacht. Dithering vergessen zB…

Kennst du den Unterschied zwischen Bittiefe und Bitrate? Offensichtlich nicht.

Bittiefe: Gibt an wie viele Bit für ein Sample verwendet werden.

Bitrate: Sampelrate * Bitiefe * Kanäle.
Bei CD: 44,1KHz * 16 bit * 2 = 1.411,2 kBit/s. (Unkompriemierte WAV CD Qualität)

Eine 320 kBit/s MP3 heißt hat also nur noch Bruchteil der Bitrate. Neben der Umcodierung in effizientere Codes wird das durch weg schneiden von Frequnzbereichen erreicht. Es fehlen also Informationen wie z.B die des ausklingenden Instruments.

Eine Flac hat natürlich auch eine Bitrate. Schließlich gibt die so zu sagen die Größe pro Sekunde an die die Datei hat. Nur ist die nicht fix sondern hängt von der komplexität der Musik ab. Die WAV-Information wird über eine Kurvenfunktion gelegt. Die Abweichung von WAV-Information und Kurve wird gespeichert und zusätzlich mit einem Leitungscode codiert. So gehen keine Informationen verloren.

Da hat einer die Grundlagen nicht verstanden und will mich zu einem Blindtest auf fordern. Genau mein Humor.
 
mario_mendel34 schrieb:
Die Lossless-Version von Another One Bites the Dust auf Apple Music unterscheidet sich übrigens von der Spotify-Lossless-Version, obwohl es das gleiche Remaster von 2011 ist. Apple ist 1,0913 dB leiser und die vom Brickwall Limiter gekappten Transienten sehen auch nicht so sauber mit der Rasierklinge geschnitten aus, sondern haben ganz minimale rundere Peaks.

Meine Theorie: Spotify benutzt die Audio-CD-Master von 2011, Apple hat die Hi-Res-Master angeliefert bekommen und selber auf 44,1 KHz runtergesamplet und den Pegel etwas abgesenkt. Es ist nämlich als Apple Digital Master deklariert. Und Bob Ludwig hat die Remaster von 2011 auch definitiv in Hi-Res gemacht, es gibt da in Japan auch SACDs von.
Wär jetzt noch spannend wie es mit der Tidal Version aussieht. Ich hätte hier die 24/96er Version rumliegen... :daumen:

Ist aber wohl auch das 2011er Master auf das du anspielst. Tag sagt "2011 Raincloud Productions Ltd., under exclusive licence to Universal International Music BV".
Ergänzung ()

R4nd0 schrieb:
Warum sollte man sowas haben wollen? Das macht aus keiner Perspektive Sinn.
Ignoranz ist heute wieder mal stark am Start.

1. Wer die entsprechende Anlage hat möchte bestmöglich zuliefern. Tellerrand und so.

2. Ich kriege woanders mehr Leistung unabhängig davon ob ichs brauche für weniger Geld. Hier jetzt dennoch Spotify zu nutzen, zu verteidigen, dabei mehr zu zahlen, weniger zu kriegen und Artists schlechter zu entlöhnen - DAS macht aus keiner Perspektive Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
TempeltonPeck schrieb:
Du kannst meine Darstellung Anekdote nennen aber ich hab wenigstens Vergleiche gemacht und als Ing kenn ich auch die technischen Hintergründe dazu. Es ging mir aber insbersondere darum das man solche Vergleiche nicht einfach abtun sollte oder kann wenn man keine Erfahrungen dazu hat und das es dafür auch nicht technische Faktoren gibt wie sich Zeit zu nehmen und die Musik gut kennen muss.

Und bezüglich Kabelvoodo. Es gibt Dinge die sind messbar aber nicht mehr wahrnehmbar. Keine Frage und ich hab ja auch geschrieben das Lossless nicht immer sinnvoll oder hörbar ist.
Sorry, deine Phrasen von oben sind eben die gleichen wie beim Kabelvoodoo ... "es klingt voller", etc. Da hilft auch kein Ing. (eher peinlich wenn man sowas erwähnt übrigens)
 
ThirdLife schrieb:
Wär jetzt noch spannend wie es mit der Tidal Version aussieht.
Da konnte ich einen kostenlosen Probemonat abschließen. Die Tidal-Version liegt in 44,1 KHz/16 Bit vor und ist komplett identisch mit der Spotify-Version, wenn ich beide Versionen übereinanderlege und die Phase in einer Fassung invertiere, löschen sich beide komplett aus.

ThirdLife schrieb:
Ich hätte hier die 24/96er Version rumliegen... :daumen:

Ist aber wohl auch das 2011er Master auf das du anspielst. Tag sagt "2011 Raincloud Productions Ltd., under exclusive licence to Universal International Music BV".
Ja, immer wenn Universal dran steht, ist es das 2011er-Remaster von Bob Ludwig.

Ich könnte ja mal ein paar Sachen vergleichen, wo ich auch eine CD mit dem gleichen Master habe.
 
@gaelic

Du liest aber auch nur das was du willst. Die technischen Dinge haben andere hier schon mehrfach beschrieben.

Der Sinn meines Beitrages war es zu zeigen das man Dinge nicht einfach einfach abtun kann ohne auf eigene Erfahrungen zu haben. Insbesondere wenn man von der Materie keine Ahnung hat. Punkt!

Für dich die technische Einordnung,

Natürlich ist das Hörempfinden sehr subjektiv aber irgendwie muss man es ja beschreiben und nocheinmal wir reden über Nauencen.

Der Klang von einer FLAC wird als "voller" wahrgenommen da diese, im Gegnsatz zur MP3 das gesamte Frequenzspektrum abdeckt. Das erklärt auch das saubere Ausschwingen der Instrumente.

Für dich auch noch einmal die wichtigsten Audiofaktoren für guten Klang:

1. Der Raum macht die Musik. Der beste Lautsprecher kann nicht gut klingen wenn der Raum nicht mit spielt. Stichwort Raummoden.

2. Das Quellenmaterial ist mindestens genauso wichtig. Die beste Box, Elektronik oder Codec kann nicht zaubern. Es kann nicht abgespielt werden was nicht aufgenommen wurde.

3. Auswahl der Lautsprecher ist sehr induviduell und einer der Punkte wo man seine eigenen Erfahrungen machen muss. Die meisten denken viel Bass und Watt bedeutet gut. Das wichtigste ist der eigene Musik Geschmack. Der Techno Jünger will natürlich Bass. Der Jazz Freund eine "hell" (Betonung von hohen Frequenzen) klingende. Der Rock Freund ein all rounder (neutral). Was bedeutet das und wie kann man das unterscheiden. Dazu muss man den Frequenzgang der Box anschauen. Es zeigt wie sehr Frequenzen verstärkt oder abgeschwächt werden.

4. Die Elektronik mit Vor und Endstufe (jenach dem getrennt, AVR, integriert in Bars etc) kann Probleme mit dem Raum durch zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten lösen aber kann auch nicht zaubern. Wichtig ist hier ein guter DAC. Leistung der Endstufe ist nur von Bedeutung wenn man große Räume laut und lange bespielen will.

5. Die Kabel sind egal. Wichtig ist nur das die sauber angeschlossen sind und keine großen Einstreungen in der Nähe sind wie ein guter alter großer Röhren-TV.

Ich könnt noch endlos weiter machen und viel tiefer aber das soll nicht das Ziel sein.
 
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Postman schrieb:
Und Enthusiasten streamen wohl eher weniger, weil sie weiterhin an CDs oder gar Platten festhalten.
Öhm. Die Zeiten dieser Esotherik sind ja wohl vorbei.
Gibt noch Spinner die sich sauerstoffreie Kupferkabel mit Goldsteckern anschaffen um ihre abgenudelten Vinyls mit dem Nassplattenspieler anzuhören... Aber das ist nur Show und klanglich eine wahre Katastrophe.
Ergänzung ()

Fujiyama schrieb:
Schallplatten empfinde ich auch als Wärmer etwas anders als ne CD.
Die Platte wird heutzutage im Presswerk von einer MasterCD gemacht.
Da muss dann tontechnisch ziemlich heftig eingegriffen werden - um die Mutter überhaupt erst gravieren zu können.

Die von Dir erwähnte Wärme ist schon eine Verfälschung. Auf Vinyl wird immer beschönigend reingepfuscht.
Das ist technisch bedingt nötig.
 
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TempeltonPeck schrieb:
Kennst du den Unterschied zwischen Bittiefe und Bitrate? Offensichtlich nicht.

Bittiefe: Gibt an wie viele Bit für ein Sample verwendet werden.

Bitrate: Sampelrate * Bitiefe * Kanäle.
Bei CD: 44,1KHz * 16 bit * 2 = 1.411,2 kBit/s. (Unkompriemierte WAV CD Qualität)

Eine 320 kBit/s MP3 heißt hat also nur noch Bruchteil der Bitrate. Neben der Umcodierung in effizientere Codes wird das durch weg schneiden von Frequnzbereichen erreicht. Es fehlen also Informationen wie z.B die des ausklingenden Instruments.

Eine Flac hat natürlich auch eine Bitrate. Schließlich gibt die so zu sagen die Größe pro Sekunde an die die Datei hat. Nur ist die nicht fix sondern hängt von der komplexität der Musik ab. Die WAV-Information wird über eine Kurvenfunktion gelegt. Die Abweichung von WAV-Information und Kurve wird gespeichert und zusätzlich mit einem Leitungscode codiert. So gehen keine Informationen verloren.

Da hat einer die Grundlagen nicht verstanden und will mich zu einem Blindtest auf fordern. Genau mein Humor.
Das Ausklingen von Instrumenten hat nichts mit bitrate zu tun. Da geht es um den Dynamik umfang, also die Bittiefe. Du hast nicht verstanden was ich geschrieben habe. Ein MP3 ist in der frage wie lange ein ausklingendes Instrument oder ein Reverb zu hören ist einer FLAC Datei mit fixer Bittiefe Theoretisch überlegen. Was ist in einer WAV Datei gespeichert? Metadaten und Lautstärke Informationen in der Zeitachse. Da gibt es keine Informationen über Frequenzen, sprich ein MP3 ändert nichts per se an Frequenzen, deine Vorstellung hat deckt sich nicht mit der technischen Realität. Um ein Frequenzspektrum zu kriegen brauchst du FFT.
 
So, hier kommt der Lossless-Shootout, in den Ring treten Spotify, Tidal, Apple Music und die Audio-CD.

Testsong 1: No Doubt - Don't Speak (aus dem Album Tragic Kingdom)
Spotify, Tidal und die CD sind komplett identisch, Phase invertieren löscht das Signal komplett aus. Apple Music ist mal wieder etwas leiser, wenn ich den Pegel um 0,99 dB anhebe, löscht sich auch Apple Music komplett gegen die Tidal-Version aus. Es ist in diesem Fall also wirklich nur eine Pegeldifferenz.

Testsong 2: Madonna - Ray of Light (aus dem gleichnamigen Album)
Spotify und Tidal sind komplett identisch und löschen sich gegenseitig aus. Apple Music ist die ersten 2 Sekunden nicht identisch, löscht sich danach aber für den kompletten Song gegen die Tidal-Version aus. Vielleicht hat hier der Windows-Mixer reingepfuscht. Hier stimmt auch bei Apple Music der Pegel mit den anderen beiden Streaming-Anbietern überein.
Die CD hingegen ist komplett anders, 0,1 dB lauter, die Waveform sieht aber pegelangeglichen auch anders aus, und die CD löscht sich gegen die Tidal-Version auch nicht komplett aus, die Musik ist etwas dünner bei -30 dB noch zu hören. Das ist in der Tat ein anderes Master.

Testsong 3: Alanis Morissette - Thank U (aus dem Album Supposed Former Infatuation Junkie)
Alle Versionen sind anders. Tidal und Apple Music haben ein komplett neues Master in 192 KHz/24-Bit, was deutlich dynamischer ist und nicht mit einem Brickwall-Limiter bearbeitet wurde. Spotify entspricht von der Dynamik schon eher der CD, aber in der Waveform sind die Transienten abgerundeter als bei der CD, wo alles sauber wie mit der Rasierklinge geschnitten abgetrennt ist.
Bevor das jetzt missverstanden wird: Die höhere Dynamik bei Tidal und Apple Music liegt nicht an Hi-Res, sondern einfach daran, dass beim Mastering nicht limitiert wurde, das kann man bei 44,1 KHz/16 Bit genauso machen. Das neue Mastering ist hier halt einfach mal kein Loudness-War-Master.

Da ich bei No Doubt ja den Fall hatte, dass die Streaming-Versionen komplett mit der CD identisch sind, verstehe ich das hier schon mehrmals verlinkte Video von GoldenSound nicht. Man braucht in der Spotify-App nicht unbedingt den Exclusive Mode, um bitperfektes Audio zum DAC zu transportieren, mit den richtigen Einstellungen geht das auch so schon. Der Windows Mixer verpfuscht das Signal nicht per se, sondern nur, wenn es was zu mixen gibt. Also alle anderen Apps und die Systemklänge stummschalten, die Samplingrate an Spotify angleichen (44,1 KHz) und alle Processing-Filter in den Windows-Audio-Einstellungen ausschalten, und dann kommt das auch jetzt schon bitperfekt an. Sonst hätte ich keine Gleichheit mit der CD.
 
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Exclusive macht aber Sinn, damit man nicht immer umstellen muss. Will ja nicht jedes mal Systemklänge und andere Applikationen stummschalten und die Abtastrate ändern. Wenn ich keine Musik höre möchte ich es ja für ein anderes Szenario haben (sprich ich möchte Systemklänge und nicht stumme Applikationen). Hoffe Spotify zieht bald da nach.
 
R4nd0 schrieb:
Das Ausklingen von Instrumenten hat nichts mit bitrate zu tun. Da geht es um den Dynamik umfang, also die Bittiefe. Du hast nicht verstanden was ich geschrieben habe. Ein MP3 ist in der frage wie lange ein ausklingendes Instrument oder ein Reverb zu hören ist einer FLAC Datei mit fixer Bittiefe Theoretisch überlegen. Was ist in einer WAV Datei gespeichert? Metadaten und Lautstärke Informationen in der Zeitachse. Da gibt es keine Informationen über Frequenzen, sprich ein MP3 ändert nichts per se an Frequenzen, deine Vorstellung hat deckt sich nicht mit der technischen Realität. Um ein Frequenzspektrum zu kriegen brauchst du FFT.
Autsch.
Du möchtest Dich bitte noch einmal mit der Thematik auseinandersetzen.
Oder die Formulierung ging irgendwie ganz böse schief. Wobei - nee. Das ist einfach nur Unfug!

Wie wird denn bei MP3 komprimiert?
Ach? Ups?
Und dann FEHLEN diese Informationen.
Die sind weg.
Psychoakustisch bastelt das Hirn daraus etwas, was sehr ähnlich klingt.
Für manche Menschen nicht zu unterscheiden.
Akustisch ;)

Ein verlustbehaftetes, komprimiertes Format kann niemals, nicht einmal theoretisch - dem Ausgangsmaterial überlegen sein.

Was lernt Ihr überhaupt in der Schule?
Das ist Stoff der Unterstufe...
 
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machiavelli1986 schrieb:
Exclusive macht aber Sinn, damit man nicht immer umstellen muss. Will ja nicht jedes mal Systemklänge und andere Applikationen stummschalten und die Abtastrate ändern. Wenn ich keine Musik höre möchte ich es ja für ein anderes Szenario haben (sprich ich möchte Systemklänge und nicht stumme Applikationen). Hoffe Spotify zieht bald da nach.
Dafür macht es definitiv Sinn, ich benutze unter Windows selber gern den Exclusive Mode. Aber das GoldenSound-Video suggeriert, dass der Exclusive Mode die einzige Möglichkeit ist, bitperfektes Audio zu bekommen. Das wollte ich nur widerlegen.

Ich habe jetzt mal die gleiche Software wie im GoldenSound-Video verwendet, Delta Wave. Diese App scheint wesentlich genauer zu sein als Audacity, denn hier habe ich zwischen Apple Music und Tidal bei No Doubt keine Übereinstimmung, auch nicht nach Pegelangleichung. Aber: No Doubt Tidal gegen die CD habe ich eine Übereinstimmung von 99,99 %, das Differenzsignal hat seinen Peak bei -310,98 dB, und runtergerechnet auf 16 Bit habe ich einen 100 %-Match (ich habe die Audacity-Aufnahmen in 24 Bit exportiert).

Anderer Vergleich, Madonna Tidal vs Spotify sagt Delta Wave: 100 % Bit Perfect.
 
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R4nd0 schrieb:
Das Ausklingen von Instrumenten hat nichts mit bitrate zu tun. Da geht es um den Dynamik umfang, also die Bittiefe. Du hast nicht verstanden was ich geschrieben habe.
Das hat genau mit Bitrate zu tun. Dabei gehts um Psychoakustik und was weggespart wird und was eben nicht. Das Problem ist nicht, dass andere dich nicht verstehen würden sondern dass du selbst gar nicht verstehst wovon du redest. Du verwechselst Dynamikauflösung (Bittiefe) mit den Artefakten verlustbehafteter Kompression

R4nd0 schrieb:
Ein MP3 ist in der frage wie lange ein ausklingendes Instrument oder ein Reverb zu hören ist einer FLAC Datei mit fixer Bittiefe Theoretisch überlegen. Was ist in einer WAV Datei gespeichert? Metadaten und Lautstärke Informationen in der Zeitachse. Da gibt es keine Informationen über Frequenzen, sprich ein MP3 ändert nichts per se an Frequenzen, deine Vorstellung hat deckt sich nicht mit der technischen Realität. Um ein Frequenzspektrum zu kriegen brauchst du FFT.
FLAC oder WAV speichern jede Abtastung des Signals verlustfrei. MP3 analysiert das Signal spektral und wirft laut Psychoakustik leise Details weg - typischerweise Hall und Ausklingen. Es verändert damit sehr wohl das Frequenzspektrum. PCM ist nicht "nur Lautstärkeinfos" sondern komplette Zeitreihendaten, aus denen sich das volle Spektrum ergibt. Ein lossy MP3-Stream ist hier niemals "theoretisch überlegen" gegenüber FLAC.

Du lebst echt in deiner eigenen Welt.
 
Hanselmei schrieb:
Autsch.
Du möchtest Dich bitte noch einmal mit der Thematik auseinandersetzen.
Oder die Formulierung ging irgendwie ganz böse schief. Wobei - nee. Das ist einfach nur Unfug!

Wie wird denn bei MP3 komprimiert?
Ach? Ups?
Und dann FEHLEN diese Informationen.
Die sind weg.
Psychoakustisch bastelt das Hirn daraus etwas, was sehr ähnlich klingt.
Für manche Menschen nicht zu unterscheiden.
Akustisch ;)

Ein verlustbehaftetes, komprimiertes Format kann niemals, nicht einmal theoretisch - dem Ausgangsmaterial überlegen sein.

Was lernt Ihr überhaupt in der Schule?
Das ist Stoff der Unterstufe...
Logisch ist MP3 komprimiert, das ist gar nicht das Thema. Es geht nur darum das MP3 keine fixe bittiefe besitzt wie FLAC und das bei ausklingenden Reverbs ein Vorteil Darstellt.
 
@R4nd0 Auch das ist kompletter Unfug. MP3 hat schlicht keine Bittiefe im PCM-Sinne. Es nutzt spektrale Quantisierung mit variabler Präzision pro Band und pro Frame. Variable Bitrate ≠ variable Bittiefe. MP3 kann als Lossy-Codec auch niemals besser sein als das Ausgangsmaterial.

Wie denn auch ? Es ergibt null Sinn was du beschreibst.
Ergänzung ()

mario_mendel34 schrieb:
Da konnte ich einen kostenlosen Probemonat abschließen. Die Tidal-Version liegt in 44,1 KHz/16 Bit vor und ist komplett identisch mit der Spotify-Version, wenn ich beide Versionen übereinanderlege und die Phase in einer Fassung invertiere, löschen sich beide komplett aus.
Die Frage die sich mir stellt ist aber wie siehts mit der 24/96er Version aus.
Ergänzung ()

R4nd0 schrieb:
Und was sollte der Vorteil von 24bit sein?
24 Bit nutzt man weil mehr Rechenreserve und geringeres Quantisierungsrauschen beim Summieren oder für Plug-Ins vorhanden ist, was wiederum wichtig beim Aufnehmen & Produzieren ist. Für fertige Musikdateien hörst du in normaler Wiedergabe fast nie einen Unterschied zu 16 Bit.

Da muss man schon relativ extreme Szenarien haben (sehr leiser Raum akustisch, enorme Dynamische Bandbreite - klassische Musik oder so).
 
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