mario_mendel34
Lt. Junior Grade Pro
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Ich habe bis vor ca. 8 Jahren ja auch unter dem Symptom gelitten, dass ich mir grundsätzlich Kompressionsartefakte bei allen Lossy-Codecs eingebildet habe, auch bei irrwitzig hohen Bitraten. Über die letzten Jahre habe ich dann aber so viele Blindtests gemacht, sodass ich davon heute geheilt bin. Seitdem macht Musik hören viel mehr Spaß, weil ich mich jetzt wirklich auf die Musik selber konzentrieren kann. Und wenn ich mal bei meinen Eltern zu Besuch bin, werde ich mit DAB+ beschallt, 64 kbps HE-AAC, das klingt wirklich schlecht. Da merkt man erst, wie gut man es mit 256 kbps AAC eigentlich schon hat.hmmm_napfig schrieb:Wenn man mal so weit ist, zu realisieren, dass 320 kbit/s mit einem modernen Codec mehr als ausreichend sind, entspannt das ungemein.
Meiner Meinung nach braucht man höhere Samplingfrequenzen als 44,1 KHz nicht zum Musikhören, die sind nur sinnvoll während der digitalen Musikproduktion (und dafür waren sie bei ihrer Einführung in den 90ern zuerst auch entwickelt worden). Objektiv mit Oszilloskop nachweisbar kann eine Sampling-Frequenz von 44,1 KHz jedes natürliche Schallsignal bis 22,05 KHz originalgetreu abbilden, wenn das Signal richtig bandbreitenlimitiert ist (also einen Low Pass bei 22 KHz hat). Ist der Low-Pass-Filter nicht sauber, kommt es zu Aliasing. Aber aus diesem Grund arbeiten seit Anfang der 90er Jahre alle DACs mit Oversampling, um sauber digital filtern zu können. Das ist ein gelöstes Problem. Oftmals ist es halt nur der innere Monk, der sich einfach freut, wenn im DAC eine höhere Zahl steht. Aber ist nur meine Meinung.Xalloc schrieb:Ok ich hätte mich präziser ausdrücken sollen. Ich meinte schon die high-res Frequenzen wie 96 kHz. Warum sollte die ein Streaming Anbieter anbieten, der zum Musikhören gedacht ist? Also da finde ich es schon gut, dass Spotify nur 44,1 kHz anbietet.
Ergänzung ()
Die meisten Michael-Jackson-Produktionen sind aus den 80ern, die wurden zunächst noch analog auf Magnetband aufgenommen und abgemischt, später dann digital in 16 Bit. Es bringt ja nichts, die auf 24 Bit hochzurechnen, dadurch gewinnst du ja nichts. Die ersten Delta-Sigma-Wandler, die ein 24-Bit-PCM-Signal ausgeben konnten, kamen erst Ende der 80er Jahre auf den Markt.Flunkiii schrieb:merkwürdig natuerlich trotzdem, dass sowas wie Michael Jackson keine 24bit Version hat.
Für die analogen Sachen (Off the Wall und Thriller) ist 16 Bit schon Overkill, der Signal-Rausch-Abstand des analogen Masterbandes dürfte irgendwo bei 70 dB liegen. Mit 16 Bit normal gedithert kriegst du schon 96 dB, mit Noise Shaping sogar noch mehr.
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