mynameisrudii schrieb:
Mein Handy lade ich zwar ab und an auch über Nacht auf, aber erstens nicht immer. Zweitens vergisst man das manchmal auch noch.
Und wenn ich es dann mal vergessen habe, wäre ich froh, wenn ich es morgens mal für 15-20 Minuten dranhängen könnte, um noch einen halben Tag Laufzeit ins Handy zu bekommen.
Oder anders gesagt - etablierte persönliche Routine.
(Was nicht negativ aufgefasst werden soll, siehe letzter Absatz.)
mynameisrudii schrieb:
Ganz einfach. Ich habe einfach keine Lust, Powerbanks mitzunehmen. Ich bin jemand, der mit Autoschlüssel, Haustürschlüssel (also wirklich nur die zwei einzelnen Schlüssel ohne Schnickschnack), Geldbeutel und Handy aus dem Haus geht. Alles was ich extra schleppen muss, nervt mich.
Das mit dem "nicht mitschleppen" verstehe ich sogar halbwegs, ich hab normal auch nie im Alltag ne Powerbank oder n Ladegerät dabei.
Nur wenn mal was "außerplanmäßiges" ist, komme ich überhaupt in die Verlegenheit, mit einer Akkuladung nicht hin zu kommen. Dann hab ich ohnehin n Rucksack dabei, wo mich Powerbank und/oder Ladegerät nicht stören bzw. in den allermeisten Fällen ohnehin sogar teil des Reisegepäcks sind.
Im Alltag sind eigentlich immer und überall Möglichkeiten, mal n paar Watt in den Akku zu schieben. Im Auto gibt's n Ladegerät, im Büro sowieso und im Freundeskreis hat auch immer irgendwer n Ladegerät.
Das ist natürlich gemünzt auf meinen Alltag.
Aber meine Frau ist da vermutlich ähnlich wie du, die zerpflückt auch jedes mal ihren Schlüsselbund und sortiert jeden Schlüssel aus, der nicht unbedingt gebraucht wird. Und selbst beim Haustürschlüssel werde ich regelmäßig gefragt, ob ich in x Minuten/Stunden daheim bin, woraufhin ich jedes mal antworte ... nimm ihn doch einfach mit, die 10g verkraftest du schon.
Hat aber auch den Hintergedanken, dass ich wiederum nicht bereit bin, darauf achten zu müssen, in x Minuten/Stunden daheim sein zu müssen, damit Madame rein kommt. Auch wenn's quasi nie vorkommt, kann ja doch mal passieren, dass man aus Gründen los muss, weil etwas passiert, was nicht warten kann. Die Nachbarn haben zwar auch n Schlüssel aber auch die sind nicht immer da. Spätestens dann müsste entweder ich oder die Schwiegermutter herbei fahren.
Alphanerd schrieb:
Welcher extreme Verschleiß?
Das ist bei praktisch allen Akkus üblich, dass der Verschleiß mit der Ladeleistung stark ansteigt. 40W entsprechen bei nem 5Ah (=18,5Wh) Akku schon über "2C", sprich das doppelte der Nennkapazität in Wh.
Ich hänge jetzt bewusst keine Quellen an aber mit dem Suchbegriff findet man mehr als reichlich (qualifizierte) Lektüre im Netz. Ohne es zu probieren werden gängige KI-Tools (ChatGPT, Gemini, CoPilot, ...) sicherlich dasselbe ausspucken.
Ob man von nem Smartphoneakku mit 20Wh und 60W Ladeleistung oder nem Batteriepack aus nem Elektroauto mit 100kWh und 300kW Ladeleistung spricht, ist im Ergebnis das gleiche.
Für mich stellen solche Ladeleistungen, sofern ich sie nicht im Alltag unabwendbar brauche, schon fast mutwillige Zerstörung dar.
Denkbares Szenario, wo man sowas wirklich mal brauchen kann ist z.B. zügiges Vorankommen auf der Autobahn mit nem Elektroauto, wo ich also real Zeit sparen kann. Beim Smartphone habe ich mit meinem Nutzungsverhalten keinerlei Komfort- oder Zeiteinbußen durch langsames Laden, dafür aber eine recht sicher höhere Lebensdauer des Akkus.
Ich bin da zudem auch ein selbst gebrandmarktes Kind. Meinem HTC One M9 hab ich u.a. mit Schnellladen (damals waren 18W schnell) in recht kurzer Zeit den letzten Rest gegeben. Ja, das Ding war gebraucht und der Akku wurde auch sonst wider besseren Wissens nahezu so schlecht wie möglich behandelt (auf 100% laden und lange dort halten, sehr hohe Temperaturen während des Schnellladens, ...) aber das Schnellladen hat da definitiv seinen Teil zu beigetragen.
Alphanerd schrieb:
Darauf wäre ich nicht gekommen.
Alphanerd schrieb:
Lade mein Phone nie über Nacht, sondern irgendwo bei 15-25%.
Also das gleiche - etabliertes Verhalten.
Und bevor man mich hier falsch versteht, das soll nicht negativ aufgefasst werden.
Auch wenn
ich der Meinung bin, dass man durch kleine Verhaltensänderungen diesen Bedarf eliminieren kann, muss das ja nicht jeder machen.
Ich hab mich da einfach n Stück weit selbst dahin "erzogen", dass ich den Ladestand einigermaßen im Blick behalte und nach Bedarf dann rechtzeitig ans Ladegerät stecke.